Ulm Helmholtz-Institut entwickelt zukunftsweisende Batterien

Die Spaten stecken schon mal in der Erde. Jetzt heißt es Start frei für den Bau des neuen Helmholtz-Instituts an der Helmholtz-Straße. Bis Ende kommenden Jahres soll der 12 Millionen Euro teure Bau bezugsfertig sein. Foto: Oliver Schulz
Die Spaten stecken schon mal in der Erde. Jetzt heißt es Start frei für den Bau des neuen Helmholtz-Instituts an der Helmholtz-Straße. Bis Ende kommenden Jahres soll der 12 Millionen Euro teure Bau bezugsfertig sein. Foto: Oliver Schulz
Ulm / JÜRGEN BUCHTA 27.09.2012
Baustart für ein weiteres Gebäude zur Erforschung neuer Batterien auf dem Oberen Eselsberg: Es soll Ende kommenden Jahres stehen und von 80 Mitarbeitern des Helmholtz Instituts Ulm genutzt werden.

. Eines der bedeutendsten Zentren Europas zur Erforschung und Entwicklung von Hochleistungsbatterien entsteht auf dem Eselsberg. Seit 20 Jahren treiben dort Mitarbeiter des ZSW praxisbezogen und in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft die moderne Batterietechnik voran. An der Uni existieren Studiengänge für Elektrochemie, in denen elementare Prozesse modelliert werden. Und 2011 hat die Uni in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) das Helmholtz Institut Ulm (HIU) gegründet.

Schon heute arbeiten 30 HIU-Forscher am Thema Batterieforschung in Ulm. Für sie und die 50 weiteren, die in den nächsten Monaten und Jahren hinzustoßen, wird dem ZSW gegenüber an der Helmholtz-Straße, ein neues dreigeschossiges Gebäude mit 2400 Quadratmetern Fläche errichtet. Der Spatenstich dazu fand gestern Mittag in Anwesenheit zahlreicher Vertreter des für den Bau zuständigen Amts für Vermögen, HIU-Partnern und Vertretern aus Politik und Wissenschaft statt. Der Neubau wird gemeinsam vom Land Baden-Württemberg und der Ulmer Uni errichtet. Er werde zwölf Millionen Euro kosten, hieß es während der Feier. In ihm entstehen Büros und Forschungsräume. Der Keller wird vibrationsfrei ausgebaut, damit dort sensible Messgeräte wie Elektronenmikroskope eingesetzt werden können.

Das HIU soll in der Batterieforschung die Brücke zwischen den Standorten Ulm und Karlsruhe schlagen, wo sich schon heute etwa 250 KIT-Wissenschaftler und Techniker mit Elektromobilität und der Speicherung von erneuerbaren Energien befassen.

Ziel des Ulmer Instituts ist die Vernetzung exzellenter Grundlagenforschung mit der Anwendungsebene. Das HIU decke wie kein anderes Institut in Deutschland nahezu alle Felder in der Batterieforschung ab, betonten die Redner während das Spatenstichs. Daneben werde es auch die Lehre und Nachwuchsförderung ausbauen, um qualifizierte junge Wissenschaftler und Ingenieure auszubilden.

Die Erforschung moderner Speichertechnologien sei sowohl für die Energiewende wie die Weiterentwicklung der Elektromobilität in Baden-Württemberg von großer Bedeutung, hielten Wolfgang Leidig, Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, und Dr. Simone Schwanitz, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft, in ihren Ansprachen fest. "Uns geht es darum, für die Elektromobilität und für die Integration erneuerbarer Energien wirtschaftliche und zukunftssichere Lösungen bereitzustellen", sagte KIT-Vizepräsident Prof. Detlef Löhe. Für den Präsidenten der Ulmer Uni, Prof. Karl Joachim Ebeling, ist der Neubau "ein wichtiger Eckpfeiler für die weitere Stärkung unserer Kompetenz zur Erforschung moderner Batterietechnologien.