Seniorenzentrum Heimstiftung investiert 26 Millionen

Ulm / swp 05.11.2018

Die Evangelische Heimstiftung investiert in den teilweisen Neubau ihres Seniorenzentrums Dreifaltigkeitshof 26 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, teilt die Heimstiftung mit. Es entstehen 120 Einzelzimmer in kleinen Wohngruppen, eine Tagespflege und 29 betreute Wohnungen. Der Neubau in zwei Abschnitten soll im Sommer 2019 beginnen, die Fertigstellung ist für Mai 2022 geplant.

Der 1955 erbaute Dreifaltigkeitshof am Donauufer wurde in den 1990er Jahren saniert und um einen Rundbau erweitert. Um den Anforderungen der Landesheimbauverordnung zu erfüllen, muss der Altbau ersetzt und der Rundbau grundlegend verändert werden. „Wir haben das als Chance genutzt, zukunftsfähige Angebote für unsere Kunden, moderne und sichere Arbeitsplätze für die Mitarbeiter und ein wirtschaftliches Haus für die Zukunft zu schaffen“, teilt Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider mit.

Mit dem Umbau werden die stationären Pflegeplätze von 135 auf 120 reduziert. Gleichzeitig entstehen neue Angebote für Menschen mit geringem Pflegebedarf: 29 betreute Wohnungen mit „Aladien“, einem alltagsunterstützenden Assistenzsystem mit Dienstleistungen, sowie eine Tagespflege. Im Erdgeschoss ziehen ein dreigruppiger Kindergarten und eine Physiopraxis ein. Im stationären Bereich wird der Altbau durch ein neues Gebäude mit 75 Einzelzimmern ersetzt, die 45 vorhandenen Zimmer im Rundbau werden saniert.

Rückkehrgarantie für Betroffene

Die Evangelische Heimstiftung habe versucht, die Belastungen für Bewohner und Mitarbeiter möglichst gering zu halten. Im Juni habe sich ergeben, dass das neue Kurt-Ströbel-Haus in Dornstadt zeitlich mit dem Baubeginn in Ulm fertig werde und daher als Interimsquartier genutzt werden kann. Dadurch verkürze sich die Bauzeit in Ulm auf drei Jahre. Im Juli sollen etwa 50 Bewohner in das elf Kilometer entfernte Kurt-Ströbel-Haus umziehen. Die Ulmer Hausdirektorin Kornelia Menden-Gräter wird das neue Haus in der Eröffnungsphase leiten. Etwa 50 Bewohner bleiben im bestehenden Gebäude in Ulm und ziehen nach Fertigstellung des Neubaus Ende 2021 dort ein, um die Sanierung des Bestandsgebäudes zu ermöglichen. Der Dreifaltigkeitshof wird ab Baubeginn von Corinna Schiefer geleitet.

Nach der Aufsichtsratssitzung fand laut Mitteilung eine Veranstaltung für Angehörige und Bewohner statt. Im kommenden Jahr seien Einzelgespräche geplant. Alle Bewohner und Mitarbeiter, die für die Bauzeit nach Dornstadt ziehen, erhalten neue Verträge mit Rückkehrgarantie.

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