„Süßer die Glocken nie klingen“, heißt es in einem bekannten Weihnachtslied. Doch für viele Menschen sind es eher bittere Klänge. Besonders für diejenige, die Heiligabend alleine und einsam in ihren Wohnungen verbringen müssen.

Aus diesem Grund lädt die Arbeiterwohlfahrt in der Schillersttraße an Heiligabend, Einsame und Bedürftige an den Tisch, um zusammen zu essen und zusammen reden und singen. „Hier bei uns sind alle gleich. Wir machen den Menschen hier eine Freude und viele kommen bereits seit Jahren“, sagt Karin Schwarz ehemalige Awo-Geschäftsführerin die diese Tradition schon zum 29 Mal durchführt. Eine Tradition die von Älteren, Alleinstehenden und Bedürftigen dankbar angenommen wird. Auch Thomas Jetter, seit 20 Jahren Vorstandsmitglied der AWO sieht darin einen wichtigen Bestandteil seiner Arbeit. „Vor allem sind es die Einsamen, die vielleicht ihren Lebenspartner verloren haben, oder ältere Menschen deren Angehörige weit weggezogen sind“, sagt Jetter.

Wie jedes Jahr lässt es sich Alt-Oberbürgermeister Ivo Gönner nicht nehmen, den Abend mit dem gemeinsamen Singen zu beginnen. Mit einer Ausnahme, Gönner musste letztes Jahr mit der Tradition brechen, Tochter Sabina und Sohn Sebastian sind damals gekommen, um frohe Weihnachten zu wünschen. Angestimmt wurde mit dem Weihnachtslied „Oh du fröhliche“, anschließend wurde aufgetischt, es gab Gans mit Rotkohl und Klößen, gespendet von Gastromenü.