Soziales Haus des Jugendrechts kommt auch in Ulm

Ulm / vs 13.07.2018

Anfang 2019 soll das „Haus des Jugendrechts“ seinen Betrieb aufnehmen, in den Räumen des früheren Hauptzollamts in der Schaffnerstraße 2. Ziel ist es, jugendliche Straftäter „frühzeitig einzufangen, um künftige Straftaten zu verhindern. Und auch, dass die Jugendlichen gar nicht erst auf die schiefe Bahn geraten“, erläuterte Gerhard Humm vom kommunalen Sozialen Dienst der Stadt Ulm im Gemeinderat.

Dafür sollen in dem Haus Polizei, Staatsanwaltschaft, Stadt Ulm, Alb-Donau-Kreis sowie die Amtsgerichte Ulm und Ehingen eng kooperieren. In Fallkonferenzen beraten bei auffällig gewordenen Jugendlichen alle Beteiligten miteinander die nötigen Maßnahmen. So kann dann der Jugendrichter auf einen ab­gestimmten Vorschlag zurückgreifen. Das verkürzt die Verfahrensdauer: Je schneller der Täter die Konsequenzen zu spüren bekommt, desto besser ist die erzieherische Wirkung. Auch in Ulm steigt die Zahl der strafunmündigen Täter, die jünger als 14 sind.

Alle Fraktionen zeigten sich zufrieden, dass das Haus des Jugendrechts „endlich auch in Ulm kommt“, meinten Grüne und CDU einhellig.

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