Ulm Hauptversammlung des VfL Ulm/Neu-Ulm

Roland Spiegel wurde als VfL-Vorsitzender wieder- gewählt.
Roland Spiegel wurde als VfL-Vorsitzender wieder- gewählt. © Foto: Lisa Maria Sporrer
Ulm / LISA MARIA SPORRER 09.04.2014
Der VfL Ulm/Neu-Ulm hat ein turbulentes Jahr hinter sich. In der Hauptversammlung stand die Anhebung der Mitgliedsbeiträge auf dem Programm.

Das Jahr 2013 stand für den VfL ganz im Zeichen der Selbstorganisation. Und dabei waren die finanziellen Einnahmen des 1.343 Mitglieder zählenden Vereins 2013 so gering wie nie zuvor. Lediglich ein Überschuss von 11.000 Euro konnte nach Gewinn- und Verlustrechnung verbucht werden. Das lag hauptsächlich daran, dass seit Mitte Mai die Vereinsgaststätte in Böfingen ohne Pächter auskommen musste und sich die Vereinsführung zu einem Eigenbetrieb entschied.

"Die Gaststätte ist als Vereins-Treffpunkt enorm wichtig für unsere Mitglieder", sagte der Vorsitzende Roland Spiegel in der Jahreshauptversammlung. Nicht nur eine erhebliche finanzielle Investition nahm der Verein dafür in Kauf; auch die jährliche Ehrungsfeier der langjährigen Mitglieder musste aus zeitlichen Gründen auf 2014 vertagt werden. "Die Wiedereröffnung der Gaststätte war nur durch ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement des Vorstands möglich", sagte Spiegel, der zeitweise selber die Zubereitung des Essens und die Bewirtung übernahm.

In der Versammlung hatten die Verantwortlichen, die ohne Gegenstimme wiedergewählt wurden, außerdem noch die neu geschaffene Stelle eines Sportassistenten zu vermelden, sowie die Übernahme der Kosten in Höhe von 400 000 Euro durch die Stadt Ulm für den Umbau des Hartplatzes in ein Kunstrasenspielfeld.

Mit einer Gegenstimme wurde außerdem eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um durchschnittlich 6,2 Prozent beschlossen. "Im Vergleich zu ähnlich großen Vereinen sind unsere Beiträge nun etwas höher", räumte Spiegel ein. "Aber diese Vereine haben ihre Beiträge auch seit längerer Zeit nicht mehr angehoben." Die Beitragserhöhung gelte dabei nur für Neumitglieder und würde keine rückwirkende Anhebung des Beitrags für die Mitglieder bedeuten.