Ulm Handwerk will Flüchtlinge integrieren

Ulm / SWP 04.12.2015
Handwerksbetriebe in der Region sind bereit Flüchtlingen Praktikumsstellen und Ausbildungsplätzen zu Verfügung zu stellen. Das geht aus einer Sonderumfrage der Handwerkskammer Ulm zur Beschäftigungsabsicht von Flüchtlingen und Asylbewerbern hervor.

"Das Handwerk wird die Integration in Land und Arbeit leisten", erklärt Hauptgeschäftsführer Tobias Mehlich. Insgesamt haben 88 Betriebe ihre Bereitschaft erklärt, mindestens einem Flüchtling ein Praktikum zu ermöglichen. 76 Handwerksbetriebe bieten einen Ausbildungsplatz an. Laut Kammer sind vor allem vor allem Betriebe in den Bereichen Elektro, Feinwerk und Bau interessiert. "Diese Betriebe wollen Menschen Chancen geben. Davon werden sie selbst profitieren", sagt Mehlich. So sichern sich die Handwerker Arbeitskräfte von morgen. "Bei über 800 offenen Stellen wird niemand etwas weggenommen", betont der Hauptgeschäftsführer. Handlungsbedarf sehen die befragten Betriebe vor allem im Bereich Sprache. Herausforderungen seien zudem Mobilität, kulturelle Unterschiede und Bürokratie.

Zwei Mitarbeiter der Kammer sollen in Zukunft bei der Vermittlung von Jugendlichen helfen und die Betriebe in allen relevanten Vorgängen beraten und unterstützen. Im Zuge der Umfrage schrieb die Handwerkskammer 3768 Ausbildungsbetriebe an, 118 haben den Fragebogen beantwortet.