Handwerk Handwerk fordert neues Zuwanderungsgesetz

Ulm / jkl 19.07.2018

Die Handwerkskammer Ulm fordert ein neues Zuwanderungsgesetz im Sinne einer arbeitsmarktorientierten qualifizierten Einwanderung – das auch die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Betriebe nachempfindet. Da viele Betriebe schwer neue Azubis und Mitarbeiter finden, sei es „unverantwortlich, einfach weiter abzuschieben“, heißt es in einer Mitteilung. „Was glauben eigentlich diejenigen, die ständig nur ‚raus‘ und ‚abschieben‘ rufen, wer die vielen Baustellen zu Ende bringt, geschweige denn neue umsetzt oder unsere Semmeln backt“, sagt Hauptgeschäftsführer Tobias Mehlich. „Ob wir wollen oder nicht: Dieses Land funktioniert nur noch mit Unterstützung von Nicht-Deutschen.“

Mehlich spricht sich für klare rechtsstaatliche Regelungen aus. Jedoch sei es „doch doof, die Hilfe von Menschen, die bei uns sind, nicht anzunehmen“. Derzeit machen 270 Flüchtlinge in Betrieben im Kammergebiet eine Ausbildung. Für Ende 2018 erwartet die Kammer einen Anstieg auf insgesamt mehr als 500 Ausbildungsverträge mit Flüchtlingen. Arbeits- und integrationswillige Flüchtlinge nehmen demnach niemandem einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz weg. Vielmehr führe eine weitere Verknappung der Fachkräfte zu einer Wachstumsbremse.

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