Einstein-Marathon 2018 Panne: Handbiker fehlgeleitet

Bei den Handbikern lief nicht alles glatt.
Bei den Handbikern lief nicht alles glatt. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / uwe 23.09.2018
Die Spitzengruppe wird an der Gänstorbrücke falsch geleitet. Patrick Gabriel gewinnt.

Sie starteten als erste und kamen als erste ins Ziel: Die Handbiker waren auch in diesem Jahr flott unterwegs, obwohl sie einige Tücken zu überwinden hatten. Die nasse Strecke war für die meisten nur lästig, während ihnen der Wind und die 180-Grad-Wende bei Burlafingen schon deutlicher zu schaffen machten.

Nicht alle Helfer vorbereitet

Allerdings waren nicht alle Helfer und Streckenposten auf die extrem schnellen und früh herannahenden Handbiker vorbereitet. Vor allem nicht die an der Gänstorbrücke, wo öfters umgebaut werden musste. Gleich zu Anfang wurde das vergessen und so rauschten ausgerechnet die Führenden an der Kasernstraße geradeaus statt um die Kurve. „Ich war ausnahmsweise nicht vorne, sondern dahinter und habe es gesehen. Aber ich konnte es nicht verhindern. Ich konnte nur noch hinter ihnen das Trassierband spannen, dass nicht noch mehr falsch fahren“, sagte Streckenchef Bernd Hummel. Da die Handbiker flach liegen, haben sie ohnehin eine schlechte Sicht auf die Strecke und sind auf klare Führungen besonders angewiesen.

Das Ziel heißt Tokio

Das Missgeschick führte bei den Betroffenen zu lautstarken Protesten noch im Ziel – dennoch gönnte man unter Sportlern Patrick Gabriel natürlich seinen Sieg. Nach 31:07 Minuten fuhr der jubelnd unter dem Zielbogen an der Neuen Straße durch. Das Ziel des Neustädters heißt Tokio 2020. Er will zu den Paralympics, nachdem er sich bereits für die Spiele in Rio de Janeiro 2016 qualifiziert hatte, dort aber krank passen musste.

Auf Platz zwei kam Joel Weingut (Team Rehability)  mit 39 Sekunden Rückstand vor Jörg Pieper (Magdeburg/46 Sekunden zurück) und Torsten Purschke (Nendorf/59 Sekunden zurück) ins Ziel. Damit war das Ergebnis in der Spitze genau dasselbe wie vor einer Woche beim Halbmarathon in Kassel.

Bei den Damen setzte sich die Lokalmatadorin Kerstin Abele durch. Die Söflingerin kennt die Strecke wie keine Zweite und wurde ihrer Favoritenrolle voll gerecht. 40:25 Minuten brauchte sie für die knapp 20 Kilometer und war zweieinhalb Minuten vor Julia Dierkesmann da, die ebenso wie Abele für das AdViva Handbiketeam antritt. Dritte wurde Petra Weingut, die Mutter des Zweitplatzierten der Männer-Wertung.

Abgesehen von denjenigen, die auf der falschen Strecke unterwegs waren, zeigten sich die Sportler vom Rennen ganz angetan. Wenngleich ihnen die alte Strecke ohne die enge Wende besser gefallen hat – zumal es so kein ganzer Halbmarathon war. Im nächsten Jahr soll wieder alles passen.

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