Ulm Halbe Stelle mehr für Kinderschutz in Ulm

Ulm / VS 07.03.2013

Die Kinderschutzstelle, die zum Jugendamt der Stadt gehört, hat gut zu tun: 2012 gab es 134 Fälle, in denen ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung geäußert wurde. Seit 2010 liegen die Meldungen auf diesem Niveau. Um die Fälle rasch zu bearbeiten, wurde 2012 das Personal von 1,5 auf 2 Stellen aufgestockt. Jetzt soll die halbe Stelle dauerhaft etabliert werden, "um die Qualität zu halten", sagte Helmut Hartmann-Schmid, Leiter der Abteilung Familie, Kinder und Jugendliche, im Jugendhilfeausschuss, wo der Antrag vorberaten wurde. Die Mehrkosten belaufen sich auf jährlich 34 000 Euro. Der Ausschuss gab eine einstimmige Empfehlung ab.

Von den 134 Meldungen war es in 22 Fällen nötig, das Familiengericht einzuschalten; in 25 Fällen hat das Jugendamt einen Hilfeplan aufgestellt und in drei Fällen einen bestehenden Hilfeplan verändert. In vier Fällen wurde eine Familienhebamme vermittelt.

Geht unter bei der Kinderschutzstelle - unter Tel. (0731) 161 61 61 - eine Meldung ein, organisiert ein Mitarbeiter gemeinsam mit einem Kollegen vom Kommunalen Sozialen Dienst umgehend einen Hausbesuch. Anschließend schätzen beide Kollegen gemeinsam das Risiko ab, um zum Schutz der Kinder einzugreifen und Hilfen einzuleiten - oder sie schließen den Fall ab, wenn sie keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung feststellen.