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Nach den Hakenkreuz-Schmierereien am Ulmer Münster hat AfD-Politiker Eugen Ciresa Rassismus-Vorwürfe zurückgewiesen.

Nach Hakenkreuz-Schmierereien im Ulmer Münster hat AfD-Politiker Eugen Ciresa Rassismus-Vorwürfe zurückgewiesen. „Wir prüfen rechtliche Schritte gegen den Dekan“, sagte Ciresa, Sprecher des AfD-Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau. „Wenn er Mitglieder der AfD als Rassisten bezeichnet und die AfD in Zusammenhang mit Hakenkreuz-Schmierereien bringt, ist das aus unserer Sicht unterirdisch, das geht überhaupt nicht.“

Hakenkreuze und AfD-Parolen sind auf Bänken und Türen entdeckt worden. Dekan Ernst-Wilhelm Gohl erstattet Anzeige gegen Unbekannt.

Gohl sieht Zusammenhang mit Chemnitz

Zuvor hatte Dekan Ernst-Wilhelm Gohl die Partei zwar nicht direkt für die Schmierereien verantwortlich gemacht, sie aber dafür verantwortlich gemacht, dass Hass geschürt würde und Grenzen verschoben. „Ich sehe einen Zusammenhang mit den Ausschreitungen in Chemnitz“, hatte Gohl gesagt. „Man testet immer mehr die Grenzen aus, um zu sehen, wie weit man damit gehen kann, eine solche Gesinnung, die es bei einer Minderheit schon immer gab, zu verbreiten“, sagte er. Er werfe der AfD zwar nicht vor, die Schmierereien selbst angebracht zu haben. „Aber ich beschuldige die AfD, dass sie wesentlich dazu beiträgt, dass das Klima so ist.“ Ähnlich hatte Gohl sich zuvor auf Facebook geäußert.

Drei Hakenkreuze auf Bänken

Insgesamt waren drei Hakenkreuze auf Sitzbänken im nördlichen Seitenschiff des Münsters eingeritzt worden. Neben einem stand „statt Kreuz“. An anderer Stelle hatte jemand in eine Tür des Reformationsportals Parolen geritzt.

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