Forschung Gute Chancen auf weiteres Helmholtz-Institut

Ulm / ruk 23.01.2018
Die Universität Ulm rechnet sich gute Chancen aus, ein Standort des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen zu werden.

Eine der begehrten außeruniversitären Forschungseinrichtungen sitzt seit 2011 auf dem Uni-Campus, das Helmholtz-Institut Ulm (HIU) für Elektrochemische Energiespeicherung. Kommt jetzt ein zweites Institut dazu? Noch ist nichts entschieden, „wir rechnen täglich mit einem Signal“, sagt Uni-Präsident Michael Weber auf Anfrage.

Laut Informationen der SÜDWEST PRESSE handelt es sich um ein Institut des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft. Das DZNE zählt rund 1000 Mitarbeiter an den neun Standorten Berlin, Bonn, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Rostock/Greifswald, Tübingen und Witten. Ziel der Wissenschaftler ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Gehirnerkrankungen zu erforschen und neue präventive und therapeutische Ansätze zu entwickeln – in enger Zusammenarbeit mit Universitäten, Forschungseinrichtungen, Kliniken und der Pharmaindustrie. Damit soll der Wissens­transfer beschleunigt werden, um die Ergebnisse schnellstmöglich zur Anwendung zu bringen. Getreu dem Motto „from bench to bedside and back to the bench“, vom Labor zum Patienten und zurück. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit einem Jahresbudget von 4,24 Milliarden Euro (2015) die größte deutsche Wissenschaftsorganisation.

Eine zentrale Rolle am Standort  Ulm spielt der renommierte Neurologe Prof. Albert Ludolph, der Ärztliche Direktor der Neurologischen Universitätsklinik am RKU wollte die Aussicht auf ein Helmholtz-Institut nur vorsichtig kommentieren. „Wir haben es noch nicht, aber wir haben gute Chancen darauf.“

Von Bund und Ländern geförderte Forschung

Forschungseinrichtungen Vier gemeinsam von Bund und Ländern geförderte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen nehmen in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung eine zentrale Stellung ein, Dabei handelt es sich um die Max-Planck-­Gesellschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft sowie die Leibniz-Gemeinschaft.

Die Helmholtz-Gemeinschaft Sie ist mit einem Jahresbudget von 4,24 Milliarden Euro (2015) die größte deutsche Wissenschaftsorganisation, zwei Drittel stammen aus öffentlichen Mitteln, rund ein Drittel werben die Helmholtz-Zentren selbst ein. Die Helmholtz-Forschungszentren beschäftigten 2014 rund 38.000 Mitarbeiter.