Kommentar Ulrike Schleicher Zur Fernbushaltestelle in Böfingen Gut für die Visitenkarte Ulms

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Ulm / Ulrike Schleicher 26.08.2018

Die Liberalisierung des Fernbusverkehrs durch den Bund vor fünf Jahren hat viele Kommunen kalt erwischt. Nicht nur in Ulm, in den meisten anderen Städten sind in rasender Geschwindigkeit Knotenpunkte für Fernbusse entstanden. Für die Verbraucher ein Vorteil, weil die Busse meist günstiger sind als die Bahn.

Nicht so vorteilhaft jedoch sind die Haltestellen. An vielen Orten ist die Infrastruktur mangelhaft. Geht es nach den Anbietern, wäre der Ausbau Aufgabe der Städte. Dabei berufen sie sich auf das Bundesverkehrsministerium, das Land und Kommunen in der Pflicht sieht. Die Verkehrsminister der Länder wiederum und der Deutsche Städtetag schieben den Schwarzen Peter weiter:  Fernverkehr sei Bundessache.

Angesichts der unklaren Verhältnisse ist es lobenswert, dass die Stadt freiwillig Geld in die Hand nimmt, um die Haltestelle in Böfingen in Schuss zu bringen. Dass sie kein Interesse daran hat, die Anlage auch noch zu betreiben, ist verständlich.

Auf der anderen Seite kommt es einer Stadt zugute, wenn Fremde einen positiven Eindruck gewinnen. Die Infrastruktur einer Haltestelle trägt dazu bei. Seit Jahren sind die Zustände in Böfingen jedoch unsäglich. Gut, wenn sich das vollends so  schnell wie möglich ändert.

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