Bundestag Gruppenbild im Bundestag mit dem Neuen aus Ulm

Karl-Heinz Brunner, Georg Nüßlein, Ekin Deligöz, Hilde Mattheis, Ronja Kemmer und Alexander Kulitz (von links).
Karl-Heinz Brunner, Georg Nüßlein, Ekin Deligöz, Hilde Mattheis, Ronja Kemmer und Alexander Kulitz (von links). © Foto: privat
Berlin / jon 25.10.2017
Die Abgeordneten aus Ulm und Neu-Ulm zeigen sich bei der Eröffnung in Berlin durchaus beeindruckt.

Doppelte Premiere für Abgeordnete aus der Region bei der Parlamentseröffnung in Berlin: Der Ulmer Alexander Kulitz (FDP) kam gestern zum ersten Mal in seiner neuen Funktion in das Reichstagsgebäude, für die CDU-Politikerin Ronja Kemmer aus Erbach war es die erste konstituierende Sitzung. Mit SPD-Kollegin Hilde Mattheis sowie den Neu-Ulmer Kollegen Georg Nüßlein (CSU), Karl-Heinz Brunner (SPD) und Ekin Deligöz (Grüne) stellten sie sich zum Abschluss der Tages gut gelaunt zum schwäbischen Gruppenbild auf.

Der Titel ist weg

Ronja Kemmer ist ihren Titel als jüngste Bundestagsabgeordnete allerdings los. Junior im mit 709 Abgeordneten größten Parlament der Bundesrepublik ist nun Roman Müller-Böhm von der FDP mit 24 Jahren. Jüngster direkt gewählter Abgeordneter ist der nur einen Monat ältere Philipp Amthor von der CDU, der seinen Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern auf Anhieb gewann.

Auch die veränderte Sitzordnung war Thema: „Wir sind in die Mitte gerutscht“, so Kemmer, die die Eröffnung als „spannend“ bezeichnete. Die Anwesenheit der AfD-Abgeordneten sei „gewöhnungsbedürftig“, sagte Mattheis, die hofft, „dass es gelingen wird, sachlich zu argumentieren“. Die SPD sei weiter nach links gerückt und finde sich zwischen Grünen und Linkspartei wieder.

Noch ohne Anschluss

Noch ohne Büro und Computeranschluss ist Politneuling Alexander Kulitz, der den ersten Tag im Reichstag als „sehr besonders“ empfand: „Es ist schon ein wenig so wie Einschulung.“ Die Wahl Wolfgang Schäubles zum Bundestagspräsidenten begrüßt Kulitz, ebenso, dass sein FDP-Kollege Hermann-Otto Solms als Alterspräsident die überdimensionierte Größe des 19. Bundestags angesprochen habe. „Das Parlament ist zu groß geworden“, kritisiert Kulitz, auch wenn ihm das möglicherweise zu einem Sitz verholfen habe. jon

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