Bau Grundstein für Mark-Twain-Grundschule gelegt

Jungen und Mädchen von vier Kitas schauten sich schon mal an, wo sie ab Herbst 2018 zur Schule gehen werden.
Jungen und Mädchen von vier Kitas schauten sich schon mal an, wo sie ab Herbst 2018 zur Schule gehen werden. © Foto: Oliver Schulz
Neu-Ulm / Von Chirin Kolb 11.03.2017

So ein Ereignis gibt es nicht alle Tage, in Neu-Ulm nicht und in vielen anderen Städten erst recht nicht. In Wiley-Nord, gegenüber vom Parkhaus des Dietrich-Kinos, haben OB Gerold Noerenberg und Ministerialrätin Eva Schwab vom bayerischen Kultusministerium den Grundstein für die Mark-Twain-Grundschule gelegt.

Anderswo gehen die Schülerzahlen zurück, werden Schulen zusammengelegt. Neu-Ulm dagegen wächst enorm und baut eine neue Schule – „das ist ein ganz besonderer Tag für uns und die Stadt“, sagte Noerenberg vor zahlreichen Stadträten, Architekt Peter Fink (Mühlich, Fink & Partner), Ansgar Batzner, dem Leiter des Staatlichen Schulamts, Verwaltungsmitarbeitern und vor allem: Kindern.

Jungen und Mädchen der Kindertagesstätten Schatzinsel, St. Nikolaus, Jona-Insel und Zachäus-Nest, viele mit gelben Bauhelmen auf den Köpfen, schauten sich schon mal an, wo sie ab Herbst nächsten Jahres zur Schule gehen werden. Dann soll die vierzügige Grundschule, die bis zu 400 Kinder besuchen werden, fertig sein.

Ein Zeichen für Wachstum

Ein so besonderes Ereignis muss natürlich gefeiert werden, und so gab es außer Getränken und Häppchen Musik. „Two or company“ forderten „Kinder an die Macht“, und die Kleinen hatten mit ihren Erzieherinnen „Wer will fleißige Handwerker sehen“ einstudiert.

Der Schulneubau sei ein Zeichen für das Wachstum und die rasante Entwicklung der Stadt, sagte der OB. „Neu-Ulm ist eine Zuzugsstadt und zusammen mit Ulm ein tolles Oberzentrum.“ In Wiley-Nord entstehe nicht nur ein neues Wohngebiet mit 200 Wohneinheiten, sondern ein regelrechtes Bildungszentrum. Denn zwischen der künftigen Grundschule und dem Seniorenheim der Caritas, an dem gerade Richtfest gefeiert wurde, soll der Neubau des Lessing-Gymnasiums entstehen. Und zur Hochschule Neu-Ulm in Wiley-Süd ist es auch nicht weit.

Noch steht freilich der Baubeschluss für das Lessing-Gymnasium aus, ob es tatsächlich gebaut wird, ist also noch nicht endgültig sicher. Schulleiter Martin Bader schaute sich aber auch schon mal an seiner künftigen Wirkungsstätte um und nahm an der Grundsteinlegung für die Mark-Twain-Schule teil.

Ihre Aufgabe umschrieb Noerenberg so: Sie soll Kindern „Raum zum Lernen und zum Entwickeln geben und dazu beitragen, dass sie zu verantwortungsvollen Bürgern heranwachsen“. Der moderne, barrierefreie und für künftige Lernformen geeignete Bau des Architekturbüros Mühlich, Fink und Partner mit seiner markanten Fassade aus farbigen Aluminiumprofilen sei dafür bestens geeignet. Davon ist auch Ministerialrätin Eva Schwab überzeugt. Eine Schule sei nicht nur zum Lernen da, sondern sei ein Lebensraum für Schüler und Lehrer, der „den ganzen Menschen ansprechen“ soll.

Die Stadt rechnet mit Baukosten von 15 Millionen Euro für die Mark-Twain-Schule. Der Freistaat beteiligt sich daran mit 6,5 Millionen Euro. Der Grundstein wurde bestückt mit einer so genannten Zeitkapsel, in der sich unter anderem Gaben der Fraktionen des Stadtrats befanden und Bilder, die die Kinder eigens für diesen Anlass gemalt hatten.

Die Stadt drückt sehr aufs Tempo

Zeitplan: Die Stadt Neu-Ulm hat erst im Januar 2015 die Regierung von Schwaben um Genehmigung für den Bau einer neuen Grundschule gebeten. Im März 2015 fiel die Entscheidung für den Standort Wiley-Nord. Zum Beginn des Schuljahrs 2018/19 soll die Mark-Twain-Schule fertig sein. Die Stadt rechnet mit Baukosten von rund 15 Millionen Euro. 6,5 Millionen davon steuert der Freistaat bei.

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