Der Storch, der schon im Januar in Bernstadt die Nähe zu Menschen suchte, landete zu einer kleinen Pause auf dem Schulhof und blieb gut 20 Minuten. Die Pause für die 78 Schüler und zehn Kindergartenkinder, die wegen der baldigen Einschulung zu Besuch waren, habe deshalb etwas länger gedauert, sagt Rektorin Marion Kromer. Als die Kinder wieder im Gebäude waren, kam der Storch zur Tür, so, als wollte er Einlass. „Wir fanden das zum Piepen. Der ist total zutraulich.“ Kromer reagierte richtig und schickte die Kinder weg vom Tier. Dazu rät auch Storchenvater Hans Frölich, der den verletzten Jungvogel vergangenen Sommer gepflegt hatte. „Das ist ein Wildtier.“ Frölich möchte verhindern, dass der ausgewilderte Vogel zahm wird. „Die Leute sollen den Storch wegtreiben.“ Er hofft, dass sein Zögling das Interesse an Menschen verliert, sobald seine Artgenossen im Frühjahr zurückkehren.