Die Ulmer Stadtverwaltung plant eine Neugestaltung des Donauufers in der Stadt, die Fraktion der Grünen/Ulm hoch drei holt dazu Stimmen von Bürgern ein und ging mit ihnen nun vor Ort am Fluss entlang. Kontrovers diskutiert wird unter Teilnehmern demnach das Maß der Kommerzialisierung an der Donau. Während sich ein Teil Vorteile durch mehr Gastronomie am Ufer verspricht, da diese Bereiche dann besser beaufsichtigt würden und bei Exzessen frühzeitig eingegriffen werden könne, befürchtet der andere Teil mehr Lärmbelästigung. „Hier müssen wir also genau abwägen, wo was stattfinden darf“, sagt Stadträtin Annette Weinreich dazu. „Das Donauufer ist aber lang genug, verschiedene Nutzungen zuzulassen.“ Einig ist man sich immerhin darin, dass öffentliche Toiletten dringend notwendig sind.

Auch Bademöglichkeiten liegen den Ulmern offenbar am Herzen. Hierzu wurde auf die Erfahrung Wiens mit Badepontons verwiesen. Gewünscht werden auf alle Fälle bessere Zugänge zum Wasser, ohne jedoch gleich alles zu versiegeln.

Weiterer Punkt: Die Unterführungen unter den Brücken sollten nach dem Votum der Teilnehmer freundlicher gestaltet werden. Großer Verbesserungsbedarf wird außerdem bei der Beleuchtung insbesondere der Stadtmauer gesehen. Angeregt wird indirektes Licht, das dunkle Ecken beseitigt. Auch bei der Barrierefreiheit gäbe es Nachholbedarf.

Und der Verkehr? Nun, die räumliche Trennung von Fuß- und Radwegen sorgt offensichtlich für Verwirrung und wird eher schlecht angenommen. Der separate Radweg verleite zum schnellen Fahren, heißt es, was insbesondere im Bereich der Zugänge zum Donauufer für Gefahrensituationen sorge. Angeregt wird Shared Space auf einem möglichst langen Abschnitt.eb

Info Die Fraktion Grüne/Ulm hoch drei will die Informationsreihe zur Donau fortsetzen und erneut einladen, sobald es den nächsten Planungsschritt gibt. Schriftliche Vorschläge und Anregungen seien auch willkommen, so die Fraktion.