Sportstätten Grüne gegen Neubau des Stadions

Ulm / cik 25.08.2018

Von der Euphorie nach dem Pokalsieg der Spatzen gegen Eintracht Frankfurt sind auch die Grünen angesteckt – allerdings nicht so sehr, dass sie einen Neubau des Stadions befürworteten, wie ihn FWG-Stadtrat Reinhold Eichhorn ins Spiel gebracht hat. Das Donaustadion müsse für Fußballer und Leichtathleten erhalten bleiben, schreibt die Fraktion an OB Gunter Czisch. Das Donaustadion sei eines der wenigen verbliebenen Leichtathletik-
Sportstätten in Baden-Württemberg, „Ulm verfügt damit über ein Alleinstellungsmerkmal“. Das Stadion sei gut mit der Straßenbahn und auch zu Fuß erreichbar.

Allerdings habe das Pokalspiel vor ausverkaufter Kulisse die Defizite des Donaustadions aufgezeigt. „Es gibt Verbesserungsbedarf bei der Erschließung und der Infrastruktur.“ Der Gemeinderat habe sich bereits vor drei Jahren mit einer Sanierung und einem Umbau befasst, die Verwaltung habe aber bisher keine Planungen vorgelegt. Deshalb beantragen die Grünen:

Umbau Der Gemeinderat soll sich erneut mit dem Umbau des Donaustadions zu einer „hochwertigen Fußball- und Leichtathletiksportstätte“ befassen.

Leichtathletik Die Stadt soll sich um einen Rahmenvertrag mit dem Deutschen Leichtathletikverband (DLV) bemühen mit dem Ziel, dauerhaft Deutsche und möglicherweise Europäische Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm zu verankern. Dafür hatten sich 2014 bereits alle Gemeinderatsfraktionen stark gemacht.

Masterplan Die Stadt soll mit dem SSV Ulm 1846, SSV Ulm 1846 Fußball und dem TK Ulm Gespräche über einen gemeinsamen Sportpark Friedrichsau führen, damit die Infrastruktur gemeinsam genutzt werden kann.

Verkehr Der Verkehr um das Stadion müsse neu geregelt werden.

Zuschuss Das Land soll sich möglichst an den Kosten beteiligen.

Neubau Die Frage nach einem neuen, reinen Fußballstadion dürfe sich erst „nach mehreren Jahren in Profiligen“ stellen – „und selbst dann gilt es, Kosten und Nutzen genau abzuwägen“. 

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