Neubaustrecke Grüne fordern von der Bahn mehr Transparenz

Ulm / swp 13.01.2018
Der Landtagsabgeordnete Jürgen Filius und die Ulmer Grünen-Fraktion fühlen sich bei der Neubaustrecke in vielem bestätigt.

Ulm und die Region dürfen nicht von einer schnellen Zugverbindung zum Stuttgarter Flughafen abgehängt werden. Der bisherige Verlauf des Projekts Neubaustrecke in Bezug auf den Zeit- und Kostenrahmen gebe aber weiter Anlass zur Skepsis gegenüber der Deutschen Bahn, schreiben die Ulmer Grünen-Fraktion, der Kreisverband und der Landtagsabgeordnete Jürgen Filius in einer Mitteilung anlässlich der inzwischen revidierten Ankündigung der Bahn, am Flughafenbahnhof „so gut wie keine“ Fernverkehrszüge halten zu lassen.

Die Ankündigung „in 24 Minuten zum Abflug“ war eine wesentliche Werbeaussage der Bahn und der Befürworter vor der Volksabstimmung. In den Verträgen habe sich die Bahn aber nie verpflichtet, am Flughafen „auch nur einen Fernzug“ halten zu lassen. Zur Demokratie gehöre aber, dass geliefert wird, was vor der Abstimmung versprochen wurde.

Kaum ein Versprechen werde aber gehalten. „Die Fertigstellung 2019 ist vom Tisch. Statt der geplanten 4,5 wird das Projekt mindestens 7,6 Milliarden kosten. Die schnellen Güterzüge, die auf der Neubaustrecke fahren sollten, wird es nicht geben. Für den Flughafenbahnhof gibt es immer noch keine befriedigende Lösung.“

Zum Wohl der Region sei nun eine gemeinsame Anstrengung nötig. „Es muss absolute Transparenz über alle Aspekte des Projekts gegeben sein.“ Es brauche einklagbare Aussagen, belastbare Zahlen und die schriftliche Zusage der Bahn, mindestens 16 Fernzüge auf der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm am Flughafen halten zu lassen, davon mindestens 8 ICE. „Sollte es keine regelmäßigen Fernzughalte am Flughafen geben, müssen die Planungen erst recht auf den Prüfstand gestellt werden. Einen Fernbahnhof für drei Zugpaare am Tag zu bauen, wäre ein schlechter Scherz.“

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