Gesellschaft Grüne fordern bessere Vernetzung

Ulm / cik 07.12.2018

Ist die Stadt Ulm richtig aufgestellt für eine vielfältiger werdende Gesellschaft? Diese Frage warfen die Grünen bei den Haushaltsberatungen im Hauptausschuss auf. Es gebe städtische Stellen für Frauen, Migranten, behinderte Menschen, Ehrenamtliche und für viele andere mehr, „wir haben viele Beauftragte“, sagte Lena Schwelling. „Aber reicht das?“

Sie vermisst die Querschnittsarbeit, die Synergien. Ein Beispiel: Das Frauenbüro sei naturgemäß zwar für die Belange von Frauen zuständig, „aber Frau ist nicht gleich Frau“. Es gebe unzählige unterschiedliche Lebenswirklichkeiten, bei denen Herkunft, Bildung, Kultur, Beruf und Familienstand eine Rolle spielten. Sie regte an, die Stadträte sollten 2019 über dieses Thema diskutieren und zum Beispiel zur Bündelung eine Art Vielfaltstelle einzurichten. Das Land Baden-Württemberg fördere solche Diversity-Stellen finanziell. „Das Geld sollten wir mitnehmen.“

Oberbürgermeister Gunter Czisch nahm den Vorstoß positiv auf. „Sie haben einen wunden Punkt erwischt“, sagte er zu der Stadträtin. „Wir sollten da schon weiter sein.“ Auch der Stadtverwaltung sei klar, dass „eine verzahnte Lösung“ nötig sei, um die Stadt in Fragen der gesellschaftlichen Veränderungen besser aufzustellen.

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