Bauen Großbaustelle Ulmer Bahnhof

Blick auf den Bahnhofsvorplatz.
Blick auf den Bahnhofsvorplatz. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / HANS-ULI THIERER 15.07.2016
"Ulm baut um" - Plakativ geht die Stadt ihr nächstes Großbauwerk an: Vor dem Hauptbahnhof geht es gleich nach Schwörmontag los. Jahrelang.

Der Start am 19. Juli, also am nächsten Dienstag, dem Tag nach Schwörmontag, ist vergleichsweise harmlos gegen das, was dann noch kommt: Ulm geht mit seiner nächsten Großbaustelle an den Start (Motto: „ulm baut um“). Sie wird eingerichtet vor der zentralen Mobilitätsdrehscheibe in der Stadt: dem Hauptbahnhof. Beendet sein werden Umbauten, Umstände, Umleitungen erst 2020. Dann, wenn die neue Tiefgarage gebaut ist und ihre 500 Stellplätze zur Verfügung stehen.

Dass es soweit kommen kann, dafür haben die verschiedenen Planungsstrategen der Stadt –  Baubürgermeister Tim von Winning, Koordinator Helmut Walter, Innenstadt-Chefplaner Helmut Kalupa, Nahverkehrsexperte Torsten Fisch, Kommunikatorin Eva-Maria Zimmermann – einen logistischen Schlachtplan ausgetüftelt. Ein Masterplan sozusagen, eingeteilt in 13 Bauphasen, der alle am Bau Beteiligten, aber auch Autofahrer, Nahverkehrsnutzer, Radler und Fußgänger durch die Fährnisse der Bauzeit führen soll.

Alles ist ineinander verwoben. Die neue Baustelle im Übrigen auch mit den laufenden Baustellen Straßenbahnlinie 2 und Neubau Bürgerdienste an der Olgastraße und auch mit der Baustelle Sedelhöfe, die demnächst ebenfalls eröffnet wird. Wenn vor dem Bahnhof gebaut wird, sind alle Verkehrsteilnehmer tangiert. Es ergeben sich Änderungen für die Busfahrer. Autofahrer müssen sich phasenweise darauf einstellen, dass  ihnen in der Friedrich-Ebert-Straße nur noch jeweils eine Fahrspur in jede Richtung zur Verfügung steht. Einzelne Rad- und Fußwegabschnitte wie vom Kobelgraben zum Busbahnhof müssen gesperrt werden.

Startschuss ist also am nächsten Dienstag. Um Baufelder für die neue Tiefgarage herrichten zu können, wird der Zentrale Busbahnhof (ZOB) um zwei Bussteige und den bisherigen Standplatz für pausenmachende Buschauffeure im Süden des ZOB verkleinert. Die notwendigen so genannten Nachziehplätze werden auf einer provisorischen Busspur in der Zinglerstraße eingerichtet. Und zwar ab Ende Zinglerbrücke auf 100 Meter Länge bis knapp vor die Ampel an der Kreuzung Neue Straße. Diese Spur wird später Warte- und Abstellplatz für Baustellenfahrzeuge. Bis zum Schuljahresbeginn wird  der künftig zweigeteilte ZOB komplett zur Verfügung stehen: RAB-Busse fahren dann die Schillerrampe an (ZOB West),  SWU- und alle anderen Busse wie bisher den ZOB Ost.

Größere Umstände dürften nach den Ferien entstehen: Dann wird zwischen Hauptbahnhof und Post auf dem heutigen Taxenstand und kleinen Parkplatz eine Wendeschleife angelegt für die Busse zur Wissenschaftsstadt (Linien 3 und 5). Sie soll fertig sein bis zum Fahrplanwechsel im Dezember.

Kommunikation ist alles

Info-Offensive „Kommunikation ist die Antwort auf Komplexität“. Dieses Zitat beherzigt die Stadt  Ulm im Blick auf die bevorstehende Großbaustelle vor dem Hauptbahnhof in der Person von Eva-Maria Zimmermann. Sie ist zuständig für Information und Kommunikation und greift in die große Kiste der dafür zur Verfügung stehenden Mittel. Natürlich stehen alle Infos über die sich ständig verändernde Baustelle aktualisiert auf der Website der Stadt (www.ulm.de/ulm, Rubrik „Leben in Ulm“). Aber auch herkömmliche Formen werden gewählt: Flyer, Handzettel, Infowände und -stelen, Leitsysteme, Bodenmarkierungen, Infos über die Änderungen im Busverkehr für die Schulen und am Busbahnhof selber.

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