Zöliakie ist eine Glutenunverträglichkeit, welche derzeit noch nicht heilbar ist. Laut einem Bericht der Welt zufolge, ist für die sogenannten „Zöllis“ eine lebenslange glutenfreie Ernährung die einzige Therapie. In Deutschland sind rund 300.000 Menschen davon betroffen. Die Welt bezieht sich auf die Leiterin Team Wissenschaft bei der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG), Sofia Beisel.

Betroffene fühlen sich oft nicht verstanden, wenn sie darauf hinweisen, dass schon ein Biss in ein glutenhaltiges Brötchen für sie Monate dauern kann, bis sich der empfindliche Darm wieder regeneriert.

Gluten: Wo kommt es vor und wo können Betroffene essen gehen?

Gluten kommt vorwiegend in den Getreidearten Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer vor. Das Klebereiweiß kann auch in vielen Nahrungsmitteln enthalten sein, beispielsweise in Fertiggerichten, Gewürzmischungen, Soßen oder Eis. Aus diesem Grund trauen sich die Betroffenen nicht, in Restaurants zu essen und verzichten lieber darauf. Doch wieso ein Verzicht? Schließlich gibt es mittlerweile viele Restaurants, welche auf vegetarische und vegane Gerichte spezialisiert sind.

Diese Restaurants in Ulm und Neu-Ulm bieten glutenfreies Essen an

Die Zahl der Menschen, die an Zöliakie leiden, wächst stetig. Wir haben eine Liste der Restaurants in Ulm und Neu-Ulm, die auf Anfrage glutenfreie Gerichte anbieten:

Wie gefährlich ist Gluten und wie teuer der Verzicht?

Üblicherweise tritt die Lebensmittel-Intoleranz im frühen Kindesalter oder zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Die Folgen können bei langjähriger Fehlernährung erheblich sein: Osteoporose, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Darmgeschwüre bis hin zu Darm- und Lymphknotenkrebs. Deswegen sollte man die Ernährung schnellstmöglich umstellen. So kann man sich beispielsweise Brot aus glutenfreien Backmischungen auf der Basis von Mais-, Reis- oder Buchweizenmehl, selbst backen. Glutenfreie Ernährung belastet auch den Geldbeutel, denn die aufwendige Herstellung dieser Lebensmittelprodukte ist kostspielig. Die größte Hoffnung vieler „Zöllis“ ist, dass es irgendwann einmal eine Heilung für ihre Krankheit gibt.