Kommentar Edwin Ruschitzka zu Veranstaltungen in der Friedrichsau Gezwitscher statt Chansons

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Autorenfoto © Foto: Könneke Volkmar
Edwin Ruschitzka 09.08.2018

William Capoen, der sein französisches Weindorf 18 Jahre in der Friedrichsau aufgebaut hat, genießt seinen Ruhestand in Berlin – und das durchaus mit einem weinenden Auge. Denn in diesen Tagen hat er von vielen einstigen Besuchern Nachrichten erhalten, dass sie ihn in Ulm vermissen. Leer präsentiert sich das Gelände an der Donau, statt französischer Chansons ist Vogelgezwitscher zu hören. Derweil bemüht sich die Ulm Messe um eine Nachfolgeveranstaltung gleich im Anschluss ans Schwörwochenende. Bislang ohne Erfolg.

Dafür haben sich die Volksfest-Betreiber nun entschlossen, ihre Veranstaltung 2019 erstmals über den Schwörmontag hinaus zu verlängern. Dem Vernehmen nach waren nicht alle Beschicker von dieser Idee begeistert. Also wird ein Versuchsballon gestartet, ob diese Veranstaltung tatsächlich weitere sechs Tage verträgt. Recht hat Messe-Chef Jürgen Eilts mit seiner Aussage, dass der Erfolg von attraktiven Fahrgeschäften abhängt. Diesbezüglich war das vergangene Volksfest sehr gut bestückt. An der kleinteiligeren Gastronomie scheiden sich indes weiter die Geister. Vielleicht denken die Volksfest-Veranstalter wieder über ein Bierzelt mit Abendprogramm nach. Das würde auch dem immer früher stattfindenden Weinfest auf dem Münsterplatz nicht in die Quere kommen.

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