Nachruf Gestalter aus Leidenschaft: Ekhard Maus ist tot

Bei der Arbeit: Ekhard Maus im Jahr 2004.
Bei der Arbeit: Ekhard Maus im Jahr 2004. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / lgh 21.08.2018

„Nicht arbeiten zu können, war das Schwerste für ihn“, sagt Monika Maus. Bis zum Schluss sei ihr Ex-Mann am Verändern gewesen. Eigentlich habe sie ihm noch versprochen, die Bilder in seiner Wohnung umzuhängen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen: Am 6. August ist der Ulmer Gestalter Ekhard Maus im Alter von 74 Jahren gestorben. Mehrere Schlaganfälle und ein Herzinfarkt hatten ihn die letzten Jahre zu sehr geschwächt.

Bis zum Schluss habe er am kulturellen Leben teilgenommen, sagt seine ehemalige Frau, die zwei Söhne, Robin und Andro, mit Ekhard Maus hat. „Der Spatz als neues Logo für das Theater war ein Aufreger für ihn.“ Naturgemäß, denn Maus war HfGler durch und durch. Als einer der letzten Studenten hatte er sein Diplom an der legendären Hochschule für Gestaltung im Fach visuelle Kommunikation gemacht. Die Prinzipien der Schule hielt er auch in seiner eigenen Arbeit im – selbstverständlich klein geschriebenen – „büro maus“ für visuelle Kommunikation hoch.

Geboren wurde Ekhard Maus 1944 in Leutkirch. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung als Schriftsetzer, studierte einige Semester in Zürich, zog weiter nach Wuppertal und bekam dort einen Flyer der HfG in die Hand. Von da an habe er die Lehre der Hochschule für Gestaltung gelebt, sagt Monika Maus: „Wir hatten vielleicht nicht die ganz großen Kunden wie Otl Aicher, aber wir haben immer Leute angezogen, die das Bewusstsein teilten, dass es nicht nur um Deko, sondern um Inhalte geht.“ Für Firmen wie Seeberger habe man das Erscheinungsbild gemacht, außerdem war Maus für viele Ulmer Kunden und Institutionen wie für die Universität, das Stadthaus, das Donaufest und die „Südwest Presse“ tätig und gestaltete die Zeitschrift „Ulmer Forum“. Auch für den Münster-Erhalt engagierte sich Ekhard Maus.

„Alles, was er gemacht hat, spricht die Sprache der HfG“, sagt Monika Maus, „er konnte sich leidenschaftlich und intensiv mit Dingen auseinandersetzen“. Die Familie habe sich im kleinsten Kreis von Ekhard Maus verabschiedet.

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