Höhle Geopark Schwäbische Alb stellt neuen Höhlenführer vor

»Aus der Tiefe ans Licht« - Eingang der Wimsener Höhle.
»Aus der Tiefe ans Licht« - Eingang der Wimsener Höhle. © Foto: Reiner Frenz
Wimsen / REINER FRENZ 10.04.2015
Das Ambiente hätte nicht passender sein können: An der Wimsener Höhle wurde gestern von den Akteuren des Geoparks Schwäbische Alb der neue Schauhöhlenführer „Aus der Tiefe ans Licht“ vorgestellt.

„Die Schwäbische Alb ist die höhlenreichste Region in Deutschland“, stellte Hans-Jürgen Stede, Erster Landesbeamter des Landkreises Reutlingen und Vorsitzender des Geoparks, in Wimsen fest. Mehr als 2500 Höhlen sind dokumentiert, zwölf davon sind Schauhöhlen. „Mit der Sontheimer Höhle haben wir Deutschlands älteste Schauhöhle, mit der Laichinger Tiefenhöhle die am tiefsten befahrbare, mit der Giengener Charlottenhöhle die längste begehbare und in Wimsen die einzige mit Boot befahrbare“. Jede Menge Alleinstellungsmerkmal also.

Höhlen seien für viele magische Orte, die eine besondere Anziehungskraft hätten, so Stede. Allein in einem Höhlenraum zu stehen, auf die Stille zu achten, das könne eine Ahnung von Ewigkeit vermitteln. Das würden auch andere Menschen so empfinden. Jahr für Jahr würden die Schauhöhlen auf der Alb von weit über 300.000 Menschen besucht. Für diese Menschen solle der Schauhöhlenführer ein ganz attraktives Angebot sein, „nicht nur ein oder zwei der Schauhöhlen auf der Alb kennenzulernen, sondern das ganze wunderbare Dutzend“. Stede formulierte das Ziel, zu dem auch der neue Schauhöhlenführer beitragten soll: „Wir haben die halbe Million Besucher pro Jahr im Visier.“

Der Höhlenführer mache deutlich, was die Stärke des Geoparks sei: „Das Projekt bündelt Potenziale und vernetzt Akteure. Die Höhlen bewerben sich gegenseitig und verstärken durch ihren gemeinsamen Auftritt ihre Attraktivität“.

Projektmanagerin Dana Pietsch fügte hinzu, dass der Schauhöhlenführer in einer Auflage von 25.000 Exemplaren praktisch ausschließlich an den Schauhöhlen gegen eine Schutzgebühr von einem Euro erhältlich sei. Drinnen liegen zwölf Kärtchen, eine einleitende mit Geologie und Höhlenschutz, elf weitere zu den zwölf Schauhöhlen, auf denen man Fakten zur Höhlengeschichte erfahre, Besonderheiten der jeweiligen Höhle, Anfahrtsbeschreibung und Öffnungszeiten.
 

Weit gestreute Attraktionen

Zwölf Höhlen Die zwölf Schauhöhlen sind die Charlottenhöhle bei Giengen an der Brenz; die Gutenberger Höhle/Gußmannshöhle bei Lenningen-Gutenberg; der Hohle Fels bei Schelklingen; die Karls- und Bärenhöhle bei Erpfingen; die Kolbinger Höhle bei Kolbingen; die Nebelhöhle bei Genkingen; die Olgahöhle bei Honau; die Schertelshöhle bei Westerheim; die Sontheimer Höhle; die Tiefenhöhle Laichingen sowie eben die Wimsener Höhle bei Hayingen.

Tourismus Intention des neuen Führers ist es, die Unterschiede und Vielseitigkeit der Höhlen herauszustellen – und Interessierte dazu zu ermuntern, weitere Schauhöhlen der Alb zu besuchen. Mehr Infos bietet die Seite www.geopark.de

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