Stadtbild Gemeinsam gegen den Müll

Inzwischen ist es sauberer geworden.
Inzwischen ist es sauberer geworden. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Ulrike Schleicher 17.02.2018

Jeder kann mal irren. Das ist bei der Frage passiert, wer zuständig ist für die Reinigung der Grünanlagen vor dem Universumcenter. Wie berichtet, war die Fläche entlang des rot-markierten Radwegs voll mit Müll aller Art. Kein schöner Anblick.

Auf Nachfrage bei den Entsorgungsbetrieben der Stadt Ulm (EBU) hieß es, es gelte die Anliegerverpflichtung – demnach sind Wohn- und Hauseigentümer in Ulm verpflichtet, die Fläche bis fünf Meter weit vor ihrem Grundstück sauber zu halten. Nur – im Falle des Universumcenters handelt es sich um öffentliche Grünflächen, so genanntes Begleitgrün: „Deshalb müssen wir reinigen“, erklärt EBU-Chef Michael Potthast auf Anfrage.

Die Anliegerverpflichtung gelte lediglich für Geh- und Laufflächen. Dass die Bürger in die Pflicht genommen würden, spare ihnen Gebühren, meint Potthast. Das könne mit bis zu 500 Euro pro Jahr zu Buche schlagen. Trotzdem fahren Mitarbeiter der EBU zweimal im Jahr mit der Kehrmaschine auch durch Nebenstraßen. Ob Bürger der Reinigungssatzung nachkämen, müssten die Bürgerdienste kontrollieren. „Tatsächlich findet das wohl kaum statt. Da fehlen Kapazitäten.“ Potthast beklagt, dass die Leute ihren Müll – vor allem Kippen – zunehmend da fallen lassen, wo sie gerade stehen.

Keine Hemmungen mehr

Hinzu komme die Vielzahl an Schnellimbissen. Die Verpackungen landeten überall. „Da gibt es kaum noch Hemmungen.“ Obwohl in Ulm 12 000 Papierkörbe verteilt seien – „eine immense Zahl“. Vielen seien jedoch sogar fünf Schritte zu weit. Die EBU könnten immer nur hinterher laufen.

Beim Universumcenter sieht es bald besser aus. Denn auch die Hausverwaltung möchte, dass der zuständige Hausmeister „einmal am Tag dort mit der Mülltüte durchgeht“, sagt Olaf Lechner. Die EBU haben schon sauber gemacht, das ist zu sehen. Aber aufgrund der Vielzahl von Passanten ist es auch schnell wieder vermüllt. Vielleicht wäre ein Mülleimer sinnvoll. Dann bräuchten die Leute im Vorbeigehen nur den Arm heben und ihr Zeug reinfallen lassen.

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