Gelungenes Debüt von "Troismbones"

GOTTFRIED LOTHAR 25.03.2014

Mit ihrem Gastspiel bei den Finninger Kirchberg-Konzerten in St. Mammas trat die neue Bläserformation "Troismbones" erstmals an die Öffentlichkeit. Richard Diessner (Altposaunist, Freiberufler und Musiklehrer), Johannes Last (Tenorposaunist, Student sowie Gründungsmitglied und Arrangeur bei "Blechimpuls") und Tobias Rägle (Bassposaunist und Mitglied der Ulmer Philharmoniker) hatten im vergangenen Herbst zueinander gefunden, um sich mit Originalliteratur für drei Posaunen auseinanderzusetzen.

1847 schrieb Anton Bruckner zwei Begräbnismusiken für drei Posaunen, die "Aequale". Damit eröffneten die Musiker ihr Konzert. Sie zeigten ihr famoses Können durch perfekt aufeinander abgestufte Klangnuancen. Natürlich gelang später nicht immer alles so gut, und es stellten sich auch Fehlerchen und Unsauberkeiten ein, doch schmälerte das den Gesamteindruck dieses überaus schönen Erstauftritts keineswegs.

Auch mit einer "Trio sonata" Arcangelo Corellis von 1689 stellten die drei Musiker ihre Fähigkeiten trefflich unter Beweis. Beeindruckende Forte-Stellen wechselten dabei mit gedämpften Klängen und einer schön ausgespielten kleinen Fuge ab. Ebenso überzeugend gelang der im Pianissimo verklingende Schluss des fanfarenhaften "Interludio" des ungarischen Komponisten Frigyes Hidas.

Zwischen Jazz, Debussy und Ravel angesiedelt ist die "Suite Impromptu" des Franzosen André H. Lafosse mit ihren klingend umgesetzten Titeln "Hochzeitslied", "Marsch", "Klagelied" und "Bewegung". Abschließend ertönten von Johann Sebastian Bach inspirierte jazzige Stückchen, genannt "Bachy Things", des Schotten Brian E. Lynn, bei denen natürlich auch die Dudelsackquinte erklingen musste. Das umjubelte Konzert endete mit einer Zugabe von Lynn, den witzigen "Starters" aus der "Steak and Kidney Supper-Suite".