Ulm.  Gehhilfen für Rumänien

JAKOB RESCH 17.06.2016

Die KKH in Ulm sammelt Gehhilfen für Rumänien. Das kam so: Gebietsleiter Alexander Vintila fährt immer wieder in seine Heimat. Von Verwandten und Freunden in Lipova weiß er, wie schlecht die Versorgung der Bewohner in Alten- und Pflegeheimen mit Hilfsmitteln ist. „Viele ältere, gehbehinderte Menschen dort können ihr Zimmer nicht verlassen, weil sie dies ohne Gehhilfen nicht können. Hätten sie welche, könnten sie der Eintönigkeit ihrer vier Wände entfliehen“, berichtet Vintila.

Dies brachte ihn und seine Kollegen auf eine Idee: Warum nicht Unterarmgehstützen ? umgangssprachlich Krücken genannt ?, die in Deutschland nicht mehr benötigt werden, für Menschen in Rumänien sammeln? „Ob nach einem Beinbruch, einer Knie- oder auch einer Hüft-OP: Sobald man genesen ist, landen die Krücken in der Regel im Keller oder auf dem Speicher“, weiß Ulrike Limburg von der KKH, die die Spendenaktion für Rumänien mitorganisiert. Doch da nutzen sie niemandem was. „In Rumänien hingegen könnten sie Menschen in Alten- und Pflegeheimen ein wichtiger Alltagsbegleiter sein, der es ihnen ermöglicht, an die frische Luft zu gehen, sich dadurch fit zu halten sowie andere Menschen zu treffen.“

Info Die KKH Kaufmännische Krankenkasse, Neutorstraße 12, nimmt bis Ende Juni ausrangierte Gehhilfen entgegen: Montag bis Donnerstag  Uhr bis 18 Uhr, Freitag bis 16 Uhr.