Vereine Wettrennen der Zoll-Zillenfahrer

Mit den zwei original nachgebauten Zillen des Vereins mussten die Teams in den Wettrennen auf der Donau stromaufwärts fahren.
Mit den zwei original nachgebauten Zillen des Vereins mussten die Teams in den Wettrennen auf der Donau stromaufwärts fahren. © Foto: Oliver Schulz
Ulm / Frank König 11.09.2017
Das Wettrennen der Zoll-Zillenfahrer in Gögglingen-Donaustetten ist ein Ereignis für den ganzen Ort im Ulmer Süden. Acht Teams nahmen teil.

Glück mit dem Wetter hatten die Zoll-Zillenfahrer in Gögglingen-Donaustetten bei ihrem Jubiläumsrennen: Die Gaudi auf der Donau ging gestern mit acht Paddler-Teams in der 25. Auflage über die Bühne. Nachdem es am Samstag noch stark geregnet hatte, war zum Beginn der Rennen gegen 13 Uhr sogar stellenweise die Sonne zu sehen. Dies hatte viele Zuschauer aus dem Teilort auf das an die Donau angrenzende Kaiflersche Anwesen gelockt, auf dem der Zillenfahrer-Verein wieder Mittagessen servierte – diesmal als Testlauf auch Süßkartoffel-Pommes – und eine Tombola mit Naturalien und stattlichen 400 Preisen veranstaltete.

Die Zoll-Zillenfahrer aus dem Ulmer Süden – der zwischenzeitlich 83 Mitglieder starke Verein wurde 1993 gegründet – hatten beim Festzelt auch mehrere Bildbände mit Fotos von ihrer Amsterdam-Reise im Juni ausgelegt. Es waren drei Zillen auf dem Spezialanhänger, mit denen dann rund 50 Vereinsmitglieder die holländischen Grachten erkundeten.

Bereits vor zwei Jahren war man in Venedig. Arthur Kaifler vom Organisationsteam sieht den Verein auf diese Weise auch als „Zillen-Botschafter“. Ein Exemplar konnte man von der Stadt Ulm erwerben, die anderen beiden mit einer Länge von etwa elf Metern wurden in der Vereinshütte direkt an der Donau gebaut. Die jüngste Erweiterung dort ist ein zusätzlicher Geräteschuppen.

Bei den Rennen waren die zwei Eigenbauzillen im Einsatz, mit denen die Teams wiederum 211 Meter flussaufwärts unter der Donaubrücke hindurch bewältigen mussten. Weil die Strömung unter der Brücke für unterschiedliche Verhältnisse sorgt, wird die Startposition am rechten oder linken Flussufer ausgelost. Die DLRG sorgte wiederum für die Sicherheit der Paddler.

„Ananas-Express“ vorn

Der Verein hatte auch mit großen Transparenten im Ort nochmal Teilnehmer gesucht, vor Ort meldeten sich spontan zwei Frauenteams, berichtete Rennleiter Robert Kaifler. Sie gingen zusätzlich zu den vier Herrenmannschaften und zwei Mixed-Teams an den Start. Die erste Runde im Duell der Feuerwehren Gögglingen und Donaustetten ging gleich mal an Donaustetten. Den Gesamtsieg sicherte sich wie im Mixed aber der starke „Ananas-Express“ mit seinen extra entsprechend bedruckten Outfits. Bei den Damen gewann das Team „Google Ebay“ vor „Amazon“.