Senioren-WM Gefühlt wie bei Olympia

Die neuseeländische Nationalmannschaft ist schon voll auf die Senioren-WM eingestimmt.
Die neuseeländische Nationalmannschaft ist schon voll auf die Senioren-WM eingestimmt. © Foto: Volkmar Könneke
Alexander Finck 15.08.2018

Das Ulmer Münster zieht so ziemlich jeden in seinen Bann. So auch die Tennis-Nationalmannschaft aus Neuseeland, die bei der Senioren-Weltmeisterschaft (Altersklassen 50+, 55+, 60+) in Ulm und Neu-Ulm vertreten ist. „Der Turm ist sehr beeindruckend“, sagt Leona Davis-Kaye, Teamkapitänin der Ü-55-Damen: „Wir wollen in den kommenden Tagen noch hochsteigen. Aber auch das Fischerviertel und die Donau sind schön anzuschauen.“

Doch bevor das Sightseeing durch Ulm stattfinden kann, müssen die neuseeländischen Tennis-Senioren noch ihren Pflichtspielen bei der WM nachgehen, über die alle positiv berichten. Denn im Vergleich zur Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Miami hat sich einiges geändert. „Hier ist es alles total gut organisiert und die Tennisanlagen sind in sehr gutem Zustand – das war in den USA nicht so“, sagt Brian Simpson vom Ü-60-Herrenteam, „es ist auch faszinierend, dass so viele Plätze so nah beieinander sind und die Wege dadurch sehr kurz sind.“

Die neuseeländischen Spieler sind im Maritim Hotel, das unweit der Anlagen des SSV Ulm 1846 steht, untergebracht. Im Falle eines Spiels auf den Anlagen in Pfuhl fährt ein Shuttleservice, der extra für die WM eingerichtet wurde, oder die Senioren von der Insel im südlichen Pazifik nehmen sich Fahrräder und radeln an der Donau entlang zum nächsten Match. Dazu haben die Veranstalter der Senioren-WM noch zwei Player-Partys organisiert, damit die verschiedenen Nationen auch außerhalb des Tennisplatzes zusammenkommen und sich kennenlernen. „Das ist großartig. Das Miteinander ist hier sehr wichtig und macht das Event auch familiärer“, sagt Ü-60-Teamkapitän Steve Harley, der in den 1980ern für den TK Ulm spielte.

Gestern fand die „Bavarian Night“ mit bayerischem Essen und Musik statt. Am kommenden Dienstag (19.30 Uhr) wird es die „Grand Slam Night“ auf den Anlagen des New Golf Club Neu-Ulm geben. Auch von der Eröffnungszeremonie, die alle Spieler herzlich willkommen hieß, ist das Team der „All Blacks“ noch immer überwältigt. „Wir haben uns beim Einlaufen gefühlt, als wären wir bei Olympia“, schwärmt Simpson, der seit mehr als 25 Jahren in Heidenheim lebt und dort beim TC als Trainer arbeitet: „Einige von uns hatten sogar Tränen in den Augen.“ Während ihres restlichen Aufenthalts wollen die neuseeländischen Nationalspieler noch so viel wie möglich in Ulm und Neu-Ulm erleben. Vor allem wollen sie sich die lokalen Spezialitäten wie Maultaschen und Spätzle schmecken lassen.

Über 1000 Tennisspieler werden erwartet

Mammut-Projekt Über 1000 Tennisspieler aus mehr als 48 Ländern nehmen an der Senioren-WM teil, die vom kommenden Wochenende an auf den Anlagen des TK Ulm, SSV 46, TSV Pfuhl und NTK Neu-Ulm stattfindet. Einige kennt man noch aus ihrer aktiven Zeit: Andrei Chesnokov, Andrey Olkhovsky, Henrik Holm, Anders Jarryd und Karsten Braasch. Mit dabei ist auch Lokalmatador und der amtierende Europameister Ali Windisch.

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