Senden Gefesselt in der Todeskralle - Magier kann sich gerade noch befreien

Senden / CLAUDIA SCHÄFER 02.09.2013
Martialisch-magisch hat sich Magier Florian Zimmer in Senden bei seiner Show "In der Todeskralle" vielen hundert Zuschauern präsentiert.

Nervenkitzel beim Einkaufsbummel bot am Samstag ein Abstecher zum Sendener Möbelhaus Inhofer. Als Höhepunkt der Ferienaktion führte der aus Ulm stammende Magier Florian Zimmer auf dem Parkplatz seinen Entfesselungsstunt vor. In zehn Metern Höhe kopfüber in einer Zwangsjacke an einem Kran hängend, musste er sich befreien und in das rettende Schwimmbecken abtauchen, bevor ihn eine überdimensionale "Todeskralle" zerquetschen konnte. 115 Sekunden brauchte Zimmer für seinen Entfesselungstrick und schaffte es gerade noch, sich aus der Zwangsjacke zu lösen. Dann schmorte das von einer Feuerspuckerin in Brand gesetzte Seil durch, das die Metallkralle offen gehalten hatte. 115 Sekunden - das war deutlich länger, als Zimmer bei der Generalprobe gebraucht hatte und auch länger, als es ihm selbst lieb war, wie er hinterher sagte: "Ich habe geglaubt, ich sterbe. Das war brutal knapp, so spannend wollte ich das nicht machen." Er habe Mühe gehabt, aus der Zwangsjacke zu kommen, sagte Zimmer. Eine Möglichkeit, abzubrechen, gebe es aber nicht, sobald das Seil brennt. Derweil hat sich bei der SÜDWEST PRESSE und via Facebook eine Gruppe gemeldet und Zimmer scharf angegriffen: Seine Illusion in Senden sei keinesfalls - wie behauptet - eine selbst entwickelte "Weltpremiere", sondern eine unter Magiern bekannte Illusion, die Zimmers Berufskollege Jan Rouven Tage zuvor in den USA gezeigt habe.