Dekanatstag Gebete, Besinnung und Bier beim Wiblinger Dekanatstag

Bereiten den Dekanatstag mit Hochdruck vor (von links): Wolfgang Steffel, Julia Ungerer, Margit Röcker, Ulrich Kloos.
Bereiten den Dekanatstag mit Hochdruck vor (von links): Wolfgang Steffel, Julia Ungerer, Margit Röcker, Ulrich Kloos. © Foto: Harald John
Ulm / Harald John 28.06.2017
Am Samstag findet im Kloster Wiblingen der Dekanatstag statt. Unter dem Motto „Laudato si“ („Sei gelobt“) gibt es vielfältige Aktionen auf dem Klostergelände.

Das Kloster Wiblingen steht am Samstag im Mittelpunkt des Interesses aller Katholiken der Region. Beim Dekanatstag, der zuletzt 2011 in Ehingen stattfand, treffen sich Vertreter aus 90 Kirchengemeinden, von Altheim bis Schnürpflingen. „Das ist eine echte Premiere für Wiblingen“, freut sich Dekan Ulrich Kloos. Schon die Premiere in Ehingen sei „sagenhaft gut“ angekommen, nun wollen Kloos und sein Dekanatsreferent Wolfgang Steffel erneut ein Glanzlicht setzen. Und das bei einem Heimspiel im Kloster Wiblingen.

Um 14 Uhr startet das Treffen, das unter dem Motto „Laudato si“ (deutsch: „Sei gelobt“) aus dem Sonnengesang des Franziskus steht. Nach Tänzen der Folkloregruppen aus italienischen, kroatischen und portugiesischen Gemeinden folgen die so genannten „Liturgischen Inseln“. Zu Fuß oder mit dem Shuttlebus geht es von der Basilika St. Martin in die Nikolauskapelle, zum Schöpfungsgebet „Beten mit Esel, Kamel und Affe“ in die Einsiedlerkapelle oder zum ökumenischen Gebet in die Versöhnungskirche. Sogar eine besinnliche Andacht bei der Firma Iveco ist im Angebot, es geht um Brandschutz.

Anschließend starten die Arbeitskreise mit einem extrem breiten thematischen Angebot. In 17 parallel stattfindenden Runden wird der Umgang mit dem Tod ebenso behandelt wie die Patientenverfügung oder das Thema Ökologie. Dekan Ulrich Kloos spricht über „Kreuze im Leben“, Wolfgang Steffel widmet sich unter dem Motto „Hopfen und Malz – Gott erhalt’s“ der Spiritualität des Bieres.

Durchgängig wird es rund um das Kloster Angebote für Klein und Groß geben. Im Lustgarten stehen Spiel- und Sportgeräte, unter Bäumen gibt es Kaffee und Kuchen, dazu verteilen die Gläubigen aus zwölf großen Körben 500  „Wiblinger Werner-Brote“.

Und auch der Nachwuchs feiert kräftig mit: Julia Ungerer, Sprecherin der Ministranten, hat parallel zum Dekanatstag einen „Minitag“ organisiert. Von 13 bis 20 Uhr wartet etwa eine Geländerallye mit kniffligen Fragen und Aufgaben auf die rund 120 Teilnehmer. Dazu Angebote rund ums Thema „Natur und Bewahrung der Schöpfung“.

Zum großen Finale, dem feierlichen Gottesdienst um 18.30 Uhr in der Basilika, ziehen die Gottesdienstbesucher in Begleitung des Musikvereins Wiblingen in einer Prozession in den Innenhof des Kögelhofs und weiter ins Martinusheim. Dort endet der Dekanatstag mit einer Hockete in und ums Haus. Denn den Veranstaltern ist der Dreiklang wichtig aus Besinnlichkeit, Stärkung der Gemeinschaft und Feiern.

Juwel der Barockstraße

Dekanatstag Start ist um 14 Uhr in der Basilika St. Martin mit Ulms OB Gunter Czisch und Landrat Heiner Scheffold. Um 15 Uhr beginnen die Liturgischen Inseln in Kapellen und Kirchen Wiblingens, um 16.30 Uhr die Arbeitskreise auf dem Klostergelände. Zum Finale folgt um 18.30 Uhr der Gottesdienst in der Basilika. Der Tag endet mit einer Hockete im Martinusheim.

Historie Das Wiblinger Kloster gilt als einer der baulichen Höhepunkte der Oberschwäbischen Barockstraße. Ende des 11. Jahrhunderts bauten Mönche aus dem Benediktinerkloster St. Blasien aus dem Schwarzwald hier eine erste Anlage, sie wurde im 13. Jahrhundert durch ein Großfeuer fast vollständig vernichtet. Während des Dreißigjährigen Krieges verarmte das Kloster mit all seinen Besitzungen, erst im 18. Jahrhundert entstand der prächtige Neubau. Ein Arbeitskreis des Dekanatstages widmet sich auch der Kirchenmusik: Volker Linz spricht ab 16.30 Uhr über die „Theologie der Orgel in der Barockzeit und das Wiblinger Projekt Hauptorgel Basilika.“

Informationen Alle Details zum Dekanatstag im Internet unter www.dekanat-eu.de