Eine Institution in der Ulmer Gastronomieszene ist tot. 45 Jahre lang hat Niko Chidrioglou verschiedene Restaurants geführt, zuletzt das Hotel Ulmer Stuben. Jetzt ist der Grieche, den alle Welt nur „Niko“ genannt hat, im Alter von 72 Jahren nach einer Herz-OP gestorben. Vor drei Wochen bereits hatte sich der rastlose Vollblut-Wirt einer schweren Operation unterziehen müssen. Der Genesungsverlauf sei anfangs gut gewesen, berichtet eine seiner drei Töchter, aber die letzten Tage sei es schlagartig abwärts gegangen. Niko hinterlässt seine Frau Tina und vier Kinder, die das Hotel am Zinglerberg weiter betreiben.

„Niko“ war seit 1975 in der Ulmer Gastroszene unterwegs

Chidrioglou war mit 17 Jahren nach Deutschland gekommen, wo er sich 1975 mit dem Restaurant „Ulmer Schachtel“ selbstständig gemacht hat. Es folgten „Bei Niko“, „Dyonissos“ und von 1993 bis 2016 das „Saloniki“. Die Bestattung muss wegen der Corona-Krise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Familie plant, später eine Trauerfeier nachzuholen.

Große Betroffenheit bei den Menschen in der Region

Der Tod des beliebten Wirtes Niko löst bei vielen Menschen in der Region große Betroffenheit aus. Hunderte Menschen drücken auf Facebook ihre Trauer aus, viele schicken Beileidsbekundungen an die Familie. Ein User etwa schreibt: „Herzliches Beileid, er war eine Ikone der Ulmer Gastronomie.“ Eine weitere Nutzerin erzählt: „Mein herzliches Beileid der Familie, kenne ihn nur vom Einkaufen bei Lidl. Er war immer lustig und fidel, du fehlst mir so sehr.“