Speisen wollte Hariolf Sproll in seiner Bar eigentlich nie verkaufen. Eigentlich. Doch die Corona-Krise hat den Betreiber der Blaupause vor zwei Wochen zum Umdenken bewegt. „Wir dürfen laut Corona-Verordnung nur dann Cocktails ,to go' anbieten, wenn wir auch Essen verkaufen“, erklärt Sproll. Zusammen mit Mitbetreiber Maurizio Reccia stellte er deshalb kurzerhand einen Pizzaofen in die Blaupause. Seitdem gibt es in der Innenstadt-Location Dennete, Pizza und Drinks zum Mitnehmen. „Wir waren überrascht, wie gut das Angebot angenommen wird. Viele Leute setzen sich an die Blau, essen und trinken dort“, erzählt Sproll.

Blaupause in Ulm: Innenraum bleibt vorerst geschlossen

Das Duo sei mit dem neuen Konzept so sehr zufrieden, dass es weiter daran festhält. Seit Montag dürften die Gastronomen im Innenraum der Blaupause eigentlich wieder Gäste empfangen. Doch dort steht jetzt der Pizzaofen. „Es rentiert sich deutlich mehr, weiter Pizza zu verkaufen, weil im Innenraum durch die Abstandsregeln nur rund 20 Gäste Platz hätten“, sagt Sproll. Und: „Natürlich sind die Umsätze nicht annähernd auf dem Niveau wie vor Corona. Aber so kommt wenigstens etwas Geld rein.“
Vor diesem Hintergrund verlängert der 46-Jährige das Take-Away-Konzept bis August und bestuhlt lediglich den Außenbereich. Er hofft in den kommenden Monaten auf gutes Wetter.