Messe Gartenmesse Diga zieht die Besucher an

Die weißblühende Rudbeckia gefällt Gerhard und Ute Christian aus Gerstetten besonders gut.
Die weißblühende Rudbeckia gefällt Gerhard und Ute Christian aus Gerstetten besonders gut. © Foto: Volkmar Könneke
Wiblingen / Carolin Stüwe 11.08.2018

Der Industrieverband Gartenbau hat vermeldet, dass die Gärtner in diesem Sommer lieber am Grill stehen, statt das Pflanzholz in die Hand zu nehmen. Da kennt er aber die Stammgäste der Diga nicht. Gestern zur Eröffnung bei angenehmen Temperaturen strömten die Hobbygärtner in den Klosterhof und den nahen Lustgarten. Dort informieren noch heute und morgen 130 Aussteller und Händler über Arbeitsgeräte, Gartenmöbel, Sonnenschutz-Bauelemente und Terrassen-Deko. „Und es gibt eine Riesenauswahl an Pflanzen“, sagt Diga-Geschäftsführer Dieter Maier.

Aber wie haben die Pflanzen in diesem heißen Sommer überhaupt ihre Anzuchtzeit überstanden? „Gut, anfangs haben wir noch viel gegossen, dann aber immer weniger“, sagt Jürgen Gräßle, der in Neuhausen auf den Fildern einen Gartenbaubetrieb und eine Baumschule betreibt. Die Pflanzen hätten sich an die Trockenheit angepasst. Jetzt sei eine gute Pflanzzeit, so lange die Erde noch warm ist.

 „Wenn man überhaupt reinkommt in den harten Boden“, meint eine Besucherin skeptisch, bewundert aber zugleich die rosa Schafgarben, Sonnenhut (Rudbeckia) in allen Farben, die gelbroten Fackellilien, hellgelben Skabiosen und allerlei Gräser. Die Besucher Gerhard und Ute Christian aus Gerstetten bedauern bei dem Angebot, dass ihr eigener Garten relativ klein ist.

Es werden große Grills und sogar kleine Steinbackofen gezeigt auf der Diga, aber es werden durchaus auch Gartenwerkzeuge verkauft. „Ja, es wird viel gegrillt, aber wer einen Garten hat, arbeitet darin auch im Hochsommer“, sagt Birgit Engelmayer aus Augsburg. Sie handelt mit in England handgeschmiedeten Handschaufeln und Handgrabegabeln. Sie weist auf einen Spaten hin, bei dem Stiel und Griff aus einem Stück Eschenholz gedrechselt sind und zeigt eine edle Gartenschere mit Rosenholzgriff.

Ein knallgrüner Anbindedraht sieht erstens nicht schön aus und kann zweitens die Pflanze verletzen. Die Alternative ist ein Anbindedraht, der mit Jute ummantelt ist. Und was ist in der „Gärtnerseife“ drin? Sie enthält Haferkleie oder Mohnsamen, wodurch der Schmutz sanft von den Händen gepeelt wird.

Themawechsel zu den Kräutern wie kriechender Sellerie, Kanadischer Lauch, Zitronenthymian und Heiligenkraut: Mehrmals am Tag wird den Besuchern ein kostenfreies Vortragsprogramm geboten. Es geht um Floristik und wie man welche Kräuter nutzt. Der Schweizer „Pflanzendoktor“ Axel Neulist steht Interessierten täglich bis 16 Uhr zur Verfügung und hält Fachvorträge über den Umgang mit Pflanzen und den Pflanzenschutz. Für 5 Euro erstellt er individuelle Therapiepläne für kranke Pflanzen sowie Bodenanalysen.

Um dieses Angebot zu nutzen, können Gartenbesitzer ein Blatt oder einen Zweig ihrer kranken Pflanze oder 0,5 Liter Erde mitbringen, teilt der Veranstalter, die SüMa Maier Messen Märkte und Events mit. Dieter Maier erwartet an allen drei Tagen bis zu 10 000 Besucher.

Frau mit Kohle gesucht

Für die diesjährige reiche Obsternte in Gärten und auf Streuobstwiesen hat Kurt Rempfer aus Ellwangen vorgesorgt. Er verkauft für die Berliner Online-Firma namens „Gläser und Flaschen“ alle Arten von Einmachgläsern.  – mit steigender Tendenz. „Denn selbst junge Menschen finden Gefallen am Einmachen, weil man weiß, was drin ist.“

Keine Diga ohne Garten-Deko. Es gibt handgemachte Betonrosen, küssende Elfen, bunte Windräder, Windspiele aus Edelstahl und nach wie vor Tierfiguren aus Edelrost. Denn Letztere müsse man nicht pflegen, sagt Aussteller Stefan Franke aus Diedorf bei Augsburg. Der Renner jedoch seien Spruchschilder im Beet oder an der Haustür. Wie lautet sein Lieblingsspruch? „Mann mit Grill sucht Frau mit Kohle.“

Kommen und kostenlos parken

Öffnungszeiten Die Diga hat heute, Samstag, von 10 bis 18 Uhr und morgen, Sonntag, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen nach wie vor 6 Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahre zahlen nichts.

Parkplätze Kostenlos geparkt werden kann auf dem Parkplatz beim Kloster, auf dem Schulhof der Sägefeldschule und auf einem Stoppelacker am Kapellenweg. Ordner weisen die Autofahrer dorthin.

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