Korrosionsschäden Ulmer Gänstorbrücke nur noch einspurig befahrbar

Gänstorbrücke: Korrosionsschäden machen unmittelbare Maßnahme notwendig
Gänstorbrücke: Korrosionsschäden machen unmittelbare Maßnahme notwendig © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / swp 28.06.2018
Aufgrund erheblicher Korrosionsschäden muss die Gänstorbrücke in Ulm vorläufig auf eine Spur je Fahrtrichtung reduziert werden.

Autofahrer in Ulm und Neu-Ulm müssen sich auf weitere Einschränkungen einstellen. Aufgrund starker Korrosionsschäden wird die Gänstorbrücke ab Donnerstagabend, 19 Uhr, nur noch einspurig in jede Richtung befahrbar. Das hat die Stadt am Donnerstag mitgeteilt. Nur so könne die erforderliche Sicherheit der Brücke garantiert und die Lebensdauer entsprechend verlängert werden.

Die Schäden waren Mitte Juni bei einer gezielten Untersuchung des Bauwerks entdeckt worden. Daraufhin hatten die Verantwortlichen der Städte Ulm und Neu-Ulm statische Berechnungen durchführen lassen. Die Ergebnisse liegen jetzt vor und kommen zu dem Ergebnis, dass eine Verringerung der verkehrsbedingten Beanspruchung zwingend notwendig ist. Die beiden Städte Ulm und Neu-Ulm leiten jetzt weitere Untersuchungen und Messungen in die Wege, um zu prüfen, ob und wie die Gänstorbrücke verstärkt werden kann. Wie lang die Sperrung bestehen bleibt, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Weitere Maßnahmen

Aufgrund der jüngsten Ergebnisse sind weitere Untersuchungen der Bausubstanz notwendig. Folgendes soll jetzt durchgeführt werden:

  • Untersuchung der Spannglieder an der Oberseite
  • Dehnungsmessungen
  • Probebelastung und Monitoring
  • Prüfung von Verstärkungsmaßnahmen

Verkehrsführung

Die beiden mittleren Spuren (jeweils eine Spur in jede Fahrtrichtung) der Gänstorbrücke werden gesperrt. Die Geh- und Radwege bleiben auf beiden Seiten der Brücke weiterhin nutzbar und stehen uneingeschränkt zur Verfügung.

Ortskundige Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Gänstorbrücke für die Dauer der Sperrung zu meiden und nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren.

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