Ulm FWG konzentriert sich auf Neubau für Bürgerdienste

JAKOB RESCH 07.08.2012
Die Ulmer FWG-Fraktion forciert einen Neubau für die Stadtverwaltung. Er soll als Servicezentrum in der Oststadt bei AOK und Arbeitsamt stehen.

Die FWG-Stadträte haben zu Ferienbeginn eine kleine Klausur in Seligweiler eingelegt, um aktuelle Themen zu erörtern. Kurz nach der Schwörrede, dem Rechenschaftsbericht des Oberbürgermeisters, geht es damit nahtlos ins nächste kommunalpolitische Jahr über. Dann ist ein Schwerpunkt für die Freien Wähler ein neues Gebäude für die Stadtverwaltung, wie sie jetzt in einem Pressegespräch dargelegt haben.

Seit geraumer Zeit im kommunalpolitischen Gespräch, wurden in dieser Sache schon Umzüge, Ausbau und Aufkauf von Gebäuden ins Spiel gebracht. Die Ulmer FWG hält von alledem nichts und will mit einem Neubau vollendete Tatschen schaffen. Er soll in Nachbarschaft von AOK, Arbeitsamt und Bastei-Center liegen. "Ein guter Platz", wie Stadträtin Helga Malischewski findet, nicht nur, weil die Stadt dort an einem Grundstück des Landes dran sei, sondern weil dieser Standort bestehende Dienstleistungszentren ergänzen könnte. Dazu gehören in weiterer Nachbarschaft zur Wichernstraße auch der Bau-Service und das Sozialamt der Stadt selbst in der Münchner Straße.

Seit 28 Jahren geht es um ein solches Vorhaben, damals noch Technisches Rathaus genannt, wie Fraktionsvorsitzender Reinhold Eichhorn zurückblickt. Altstadtrat Udo Botzenhart sah als Standort dafür die Vestgasse vor, wo jetzt die Stadtbibliothek steht. Heute geht es im Wesentlichen darum, auf die Stadt verteilte Einheiten der Bürgerdienste zusammenzuführen. Dabei ist der Aspekt der Bürgerfreundlichkeit inzwischen verstärkt zu berücksichtigen, weshalb sich längst der Begriff Dienstleistungszentrum eingebürgert hat. Die Anbindung an ÖPNV und CCU-Tiefgarage in der Oststadt wird dafür von der FWG ebenfalls als Vorteil ins Feld geführt.

Im Übrigen bringe ein Neubau nicht die Unwägbarkeiten anderer Lösungen mit sich. Beim Zeughausgelände sei der zeitliche Horizont zu unsicher, das Interim in der Olgastraße erfordere zwei Umzüge, die Altbauten müssten erneuert werden, was auch fürs diskutierte Jung-Gebäude gelte. Im Herbst, wenn die Bürgerdienste ihr Raumprogramm vorgelegt haben, will die FWG "auf die Tube drücken", sagt Helga Malischewski: "Und dabei sollten wir uns auf dieses Grundstück in der Oststadt konzentrieren."