DFB Pokal gegen Frankfurt SSV Ulm 1846 Fußball stellt nur die Balljungen

Beim Pokalhit gegen Frankfurt darf der SSV Ulm 1846 Fußball nur die Ballkinder stellen.
Beim Pokalhit gegen Frankfurt darf der SSV Ulm 1846 Fußball nur die Ballkinder stellen. © Foto: Eibner
Ulm / Verena Schühly 17.08.2018

Es ist der Traum eines jeden Jungfußballers, einmal an der Seite eines richtigen Profis ins Stadion einzulaufen. Auch beim Pokalspiel des SSV 1846 Fußball gegen Eintracht Frankfurt am 18. August gibt es Einlaufkinder. Doch Werner Kühne, der die Kinder seit gut drei Jahren für die Ulmer Kicker organisiert, sind diesmal die Hände gebunden. „Die eine Hälfte stellt der DFB, darauf haben wir gar keinen Einfluss.“ Sie werden mit den Frankfurter Spielern einlaufen und wurden zuvor ausgelost. Es ist so, dass das Entscheidungssache des Fußballbunds und seiner Sponsoren ist. Kühne hat keine Ahnung, ob die Kinder möglicherweise doch aus der Region kommen.

Und die andere  Hälfte? „Die stellt unser Verein über einen Sponsor, das wurde im Marketing so entschieden.“ Das heißt: Mit den Ulmer Kickern läuft das Team der D-Jugend des FSV Lenkersheim aus der Nähe von Nürnberg ins Donaustadion ein. Kühne bedauert, dass kein lokaler oder regionaler Verein zum Zug kommt: „Ich hatte sehr viele Anfragen auf meinem E-Mail-Account“, berichtet er. „Doch der Pokal hat seine eigenen Gesetze.“

Verzögerungen verhindern

Immerhin gibt es noch die Balljungen – und die kommen aus den Reihen der Jung-Spatzen. „Das macht die U14, unsere C-Jugend“, sagt Werner Kühne. Fürs Pokalspiel werden zehn Balljungs gebraucht. Sie werden eine Stunde vor Anpfiff eingewiesen und bekommen ihre Plätze.  Sie stehen in regelmäßigen Abständen rund ums Spielfeld, direkt hinter der Bande. Jeder hat einen Ball. Ihre Aufgabe: Sobald der Spielball ins Aus geschossen wird, muss derjenige, der  dem Geschehen am nächsten ist, seinen Ball den Spielern zuwerfen. Damit es möglichst keine Verzögerungen gibt. „Ohne Balljungs gibt es kein Spiel“, erklärt Werner Kühne.

Besondere T-Shirts bekommen die jungen  Ulmer für ihren Einsatz nicht: „Sie werden unsere eigenen Vereins-Trikots tragen“, sagt der Organisator. Für die Einlaufkinder hingegen stellt der DFB Hemdchen bereit. Laut Kühne gibt es eine extra Kabine für die beiden Jung-Mannschaften, wo sie sich vor ihrem Einsatz anziehen. Nach dem Anpfiff müssen sie in die Kabine zurück, um die Shirts abzugeben. Anschließend dürfen die Einlaufkinder auf die Vortribüne, wo es reservierte Plätze für die Jugendlichen und ihre Eltern gibt.

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