Meinung Kommentar über die Personalie Volker Jescheck: Für alle das Beste

Chirin Kolb
Chirin Kolb © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Chirin Kolb 06.08.2018
Volker Jescheck war viele Jahre ein hervorragender Chef-Stadtplaner in Ulm. Dennoch ist es gut, wenn er jetzt eine neue Aufgabe übernimmt.

Volker Jescheck war viele Jahre ein hervorragender Chef-Stadtplaner. Unter und zusammen mit Baubürgermeister Alexander Wetzig baute er am modernen Ulm mit, gab der Innenstadt ein urbanes Gepräge mit teils erstklassiger Architektur. Dennoch ist es besser, wenn er, der gern groß denkt, nun eine neue Aufgabe übernimmt.

In Ulm wird weiterhin an allen Ecken und Enden gebaut. Neue Wohngebiete, Entwicklung des Theaterviertels, Landesgartenschau, City-Bahnhof sind nur einige der großen Projekte. Das ist kaum zu schaffen, wenn der Chef-Stadtplaner nicht mehr richtig Gas gibt, weil ihm die Motivation abhanden gekommen ist, und es zudem im Verhältnis zum Baubürgermeister nicht stimmt. Unterschiedliche Temperamente und fachliche Meinungsverschiedenheiten können in durchaus fruchtbare Debatten münden. Meistens aber lähmen sie auf Dauer. Wenn nichts mehr geht, ist es höchste Zeit für eine Veränderung. Das Rathaus hat diese Personalie ohne Gesichtsverlust für Jescheck gelöst.

Dass er die Probleme einräumt und in aller Offenheit eingesteht, dass nach seiner gescheiterten Bewerbung um das Bürgermeisteramt bei ihm die Luft raus war, passt zu seiner unverblümten Art. Er ist eloquent, begeisterungsfähig, meinungsstark. Diese Eigenschaften kann der versierte Stadtplaner im neuen Job gut brauchen.

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