Verkehr Friedrich-Ebert-Straße stadtauswärts zu

Ulm / Chirin Kolb 27.07.2018
Nur rein in die Stadt, nicht mehr raus: Die Friedrich-Ebert-Straße in Ulm wird bis 8. September einseitig gesperrt.

Ein Abriss mit Folgen: Ab Montag wird das Haus Bahnhofplatz 7 abgebrochen, und dafür fällt in der Friedrich-Ebert-Straße ab Sonntag eine Fahrspur weg. Die Stadtverwaltung hat hin und her überlegt und nach einer anderen Lösung gesucht, das machte Baubürgermeister Tim von Winning schon vor Wochen klar. Schließlich sei jedem bewusst, was für ein erheblicher Einschnitt in den Verkehr das ist. Aber es gehe nicht anders.

Es ist einfach zu eng. Im Norden die Baugrube der Sedelhöfe, im Osten die Fußgängerzone, im Süden die Bahnhofstraße, die wegen der Anlieferung der Kaufhäuser frei bleiben muss, im Westen die viel befahrene Friedrich-Ebert-Straße. Dort wird am Sonntag die auf der Innenstadtseite liegende Fahrspur gesperrt. Die Autos, die dort Richtung Olgastraße unterwegs waren, fahren also ab Sonntag auf der Bahnhofseite. Richtung Ehinger Tor geht dann nichts mehr.

Großräumige Umleitungen

Autofahrer kommen also über die Friedrich-Ebert-Straße nur noch in die Stadt rein, nicht mehr raus. Die Stadt hat schon Ende der Woche Schilder aufgestellt, die auf die großräumige Umleitung aufmerksam machen. Für mehrere Einrichtungen in diesem Bereich heißt das:

Post

Die Post bleibt von beiden Richtungen aus erreichbar. Die Ausfahrt ist aber nur nach links Richtung Olgastraße möglich.

Parkhaus

Ins Parkhaus Deutschhaus kommen die Autofahrer von rechts rein, also aus Richtung Zinglerstraße/Neue Straße, und müssen nach rechts Richtung Olgastraße rausfahren.

Lieferverkehr

Dasselbe gilt für den Lieferverkehr in die Bahnhofstraße. Lastwagen, die Galeria Kaufhof, C&A und andere Innenstadtgeschäfte beliefern, können ebenfalls aus Richtung Süden anfahren und Richtung Olgastraße abfahren.

Dieser Zustand dauert bis 8. September, also bis Ende der Sommerferien. Die Bauverwaltung hat diesen Zeitraum gewählt, weil in den Ferien deutlich weniger Verkehr herrscht. Für den Sedelhöfe-Investor DC Developments, dem auch der Bahnhofplatz 7 gehört, heißt das: Abbruch unter Hochdruck.

Bereits seit Frühjahr wird das Gebäude innen entkernt. Am Montag beginnt der eigentliche Abriss Etage für Etage. „Als letztes Element wird der Treppenhauskern entfernt“, teilt DC Developments mit. Gearbeitet wird montags bis freitags, unter anderem mit einem großen Abrissbagger mit Zange und einem Baukran mit angebautem Trümmerschutzvorhang.

Weitere Arbeiten

An dieser Stelle entsteht zusammen mit den Sedelhöfen ein Neubau mit Einzelhandel im Erdgeschoss und einem Hotel auf den übrigen Stockwerken. Die Dachterrasse mit Gastronomie soll öffentlich zugänglich werden.

Wenn die Friedrich-Ebert-Straße schon gesperrt ist, nutzt das die Stadtverwaltung gleich noch für weitere Arbeiten. Sie will ab Mitte August „dringliche Leitungsarbeiten“ an der Promenadenbrücke auf Höhe des Kinos Xinedome erledigen.

Taxistand ist bereits verlegt

Bahnhof Vor Schwörmontag hat die Stadt den Taxistand an der Post umgebaut. Die Einstiegsplätze sind direkt am nördlichen Bahnhofausgang. Die Nachziehplätze, die Taxi-Wartezone, liegen zwischen den beiden Fahrspuren. Ein U-Turn vor der Post ist unmöglich geworden. Nach der Umstellung herrschten chaotische Zustände in diesem Bereich, viele Taxifahrer beschwerten sich.

Umleitung Vor der Post ist ab Sonntag Endstation in Richtung Süden. Autofahrer, die also von der Olgastraße kommen und zum Ehinger Tor wollen, müssen beispielsweise den Umweg über Neutorstraße und Ludwig-Erhard-Brücke fahren.

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