Stadtrat Friedhof: Das Gebäude ist marode

Neu-Ulm / edru 16.07.2018
Neu-Ulmer Stadträte sehen sich vor Ort um. Liberale sehen Handlungsbedarf. Die Beschlusslage ist dünn.

Das Friedhofsgebäude am Neu-Ulmer Hauptfriedhof ist in die Jahre gekommen. Trotz Sanierungen ist es längst nicht mehr zeitgemäß. Noch schlimmer: Es wirkt angestaubt, zuweilen richtig marode. Und so fordert die FDP-Fraktion im Neu-Ulmer Stadtrat seit langem, das Gebäude zu einem würdigeren Orte umzubauen oder gleich zu ersetzen. Durchgesetzt haben sich die Liberalen damit noch nicht. Aber zumindest haben alle Kollegen des Technischen Ausschusses, öffentlicher Lebensraum und Verkehr sich vor Ort umgeschaut. Und das auch an Stellen, die ansonsten nicht frei zugänglich sind. Vor allem im Untergrund ist das in den 30er-Jahren erbaute Gebäude nicht mehr sanierungsfähig. Die Konstruktion ist hinüber, das Gebäude eigentlich nicht mehr zu retten, befand auch Stadtbaudirektor Markus Krämer.

OB Gerold Noerenberg, der an der Besichtigung auch teilnahm, sieht offenbar keine Eile. Das Thema Neubau habe man auch deshalb zurückgestellt, weil sich die Beerdigungskultur verändere. Davon völlig unabhängig sehen die Liberalen aber dringenden Verbesserungsbedarf, beispielsweise im Aufbewahrungsbereich und in dem Teil, in dem die muslimischen Toten gewaschen werden. Das findet im ehemaligen Obduktionsraum der Rechtsmedizin statt. Ganz so dramatisch ist die Situation für den Leiter der Friedhofsverwaltung nicht. Peter Jehle: In die Aussegnungshalle habe man eine neue Heizung eingebaut, die Wände seien gestrichen worden, man habe neue Vorhänge aufgehängt. Aber die Grundsubstanz des Hauses sei schon schlecht.

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