„Ich kann nicht glauben, dass es uns jetzt schon seit zwei Jahren gibt – nein, dass es uns geben muss. Wir hätten nicht gedacht, dass es so lange dauern würde, auf die größte Krise der Menschheit zu reagieren.“ Das sagte die Klima-Aktivistin Merit Willemer am Freitag bei der von Fridays for Future organisierten Demo in Form einer Menschenkette vom Ulmer Rathaus zum Neu-Ulmer Petrusplatz.
Gegen halb vier am Freitagnachmittag hatte sich die Kette geschlossen, die mehr als 200 Demonstranten allen Alters standen mit Masken und in corona-­bedingtem Abstand in markierten Kreidekreisen weit auseinander.
Vor genau zwei Jahren hat in Ulm die erste FFF-Demo stattgefunden. Viel sei seither passiert – aber „noch lange nicht genug“, um das vom Pariser Klimaabkommen vorgesehene 1,5- Grad-Ziel einzuhalten, waren sich die Demonstranten einig. Deshalb standen sie zum Auftakt des Super-Wahljahrs 2021 wieder auf der Straße und forderten, trotz der Pandemie die „kritische Situation des Klimaschutzes“ nicht zu vergessen.
„Wir sind uns der kritischen Lage in der Pandemie sehr bewusst und haben überlegt, ob wir derzeit wirklich auf der Straße demonstrieren sollten. Letztlich finden wir aber, dass die sehr kritische Lage des Klimaschutzes derzeit zu kurz kommt und nicht noch weiter in den Hintergrund gefrängt werden darf“, meinte die Ulmer FFF-Aktivistin Laura.