Kurzkritik Katie Freudenschuss im Ulmer Zelt

Ulm / Petra Lehmann 05.06.2018
Zwischen Hollywood und Alltag: Katie Freudenschuss präsentiert sich als wortgewaltiges Energiebündel im Ulmer Zelt.

Als Sängerin, Pianistin, Songschreiberin und „Sachensagerin“ bezeichnet sich Katie Freudenschuss auf ihrer Homepage. Fügt man noch ihre Stand-up-Comedy und brillanten Improvisationen am Klavier hinzu, dann trifft es genau das, was das Publikum im Zelt zu sehen und zu hören bekam. Nach ihrem ersten großen Hit, dem „Bratmaxe-Werbesong“,  habe sie natürlich wie alle Künstler von der ganz großen Karriere in Hollywood, von Glanz und Glamour geträumt. Doch die Ernüchterung habe sie bald eines Besseren belehrt, und getreu dem Motto „Bis Hollywood ist eh zu weit“ hole sie sich nun einfach ein bisschen Hollywood in den Alltag. Was übrigens jeder tun sollte! So Freudenschuss.

Die Wahl-Hamburgerin arbeitete sich mit zum Teil haarsträubend komischen Geschichten durch ihr Programm, von Themen wie Emanzipation und dem Schicksal als Single über Shopping-Touren bis hin zu ihrer Bearbeitung von Fußball-Schlachtgesängen – zunächst auf ganz prollige Art und dann im Stil einer Sendung von Deutschlandradio Kultur. Die Comedian ist herrlich uneitel, nimmt nicht nur andere aufs Korn, sondern auch sich selbst und das stets mit vollem Körpereinsatz und herrlichen Grimassen. Sie verkörpert den authentischen Kumpel – nur eben mit außerordentlichen Fähigkeiten. Und als Zugabe kreierte sie spontan eine „Hymne auf Ulm“ zu angesagten Hits aus Rock, Pop und Schlager. Grandios! Tosender Beifall.

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