Jahreskonzert  Freude am gemeinsamen Musizieren

Christa Kanand 30.07.2018

Ab in die Ferien! Geschafft! Den Stolz, etwas geleistet zu haben, sah man den 70 Musikschülern  und -schülerinnen an  – und natürlich auch ihren Lehrern. Nicht nur  Matthias Haacke, Leiter der  Musikschule Neu-Ulm, war „tierisch“ über den Publikumszulauf trotz Hitze beim Jahreskonzert im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus erfreut. Erst recht die Mitwirkenden, von denen einige Jugend-musiziert-Preise auf Landes- oder Bundesebene im Lebenslauf  führen. Sie  beeindruckten ihre Zuhörerschaft  90 Minuten lang  mit durchweg starken Auftritten: ein Check-out nach Noten zur schönsten Jahreszeit, den  Ferien.

  Teamgeist und viel Freude am gemeinsamen Musizieren versprühten schon Kammerorchester und Band  unter Mariana Voditha-Gluths beflügelndem Dirigat  beim klangvollen Auftakt mit Filmmusiken von John Williams. Und noch ein weiteres, ebenfalls etwa 25-köpfiges Aufgebot  brachte wenig später sein Talent zum Klingen: das Gitarren-Ensemble unter Lisa Duhm, zupfend und eher zartbesaitet in zeitgenössischen Titeln.

Glasklarer Sopran

Durch das vielfältige  Programm vom Barock über Pop (Vokalistin Kira Marie Patan  mit einem Adele-Hit) bis Jazz führte Elisabeth Herfurth. Die  stellvertretende Musikschulleiterin stellte die zunehmend anspruchsvolleren Stücke vor, die Solisten und Formationen, oft in Partnerschaft mit Lehrkräften. Ausgesprochen vielbeschäftigt war Peter Triebelhorn am Steinway-Flügel, ob im Duo mit  Clarissa Pirkl oder Daniel Kern –  beide Asse auf der Klarinette –   oder als Begleiter von  Eva Möritz, die mit glasklarem Sopran „Music for a While“ von Barockmeister Henry Purcell interpretierte.

  Viel Applaus erspielten sich darüber hinaus die vielversprechenden Nachwuchspianisten Julius Steck und Alisa Wilhelm (Chopin-Nocturne Nr.20), die versierte Violinistin Jana Ebner mit Prokoview sowie die Schwestern Magdalena und Sara Rüd in einer tonschönen Horn-Ballade.

 Dass die Blockflöte mehr als nur ein Einstiegsinstrument ist, zeigte die erst zwölfjährige Pia Meier in einer Telemann-Sonate. Und Maximilian Bosch verabschiedete sich virtuos auf dem Akkordeon unter Bravos mit Roman Bazhilins „Karamellenfest“ ins Physik-Studium.

   In die  jazzige Zielgerade  steuerte volle Kanne das souveräne Saxophon-Quartett mit Heiner Wibernys „Here Comes Julian“. Ebenso umjohlt ging beim Take Four Jazz Quartett mit Gastsängerin Katharina Eisenbarth die Post ab, allen voran bei Joe Zawinuls Dauerbrenner „Mercy, Mercy, Mercy!“

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