Sie war liebevoll befüllt worden. Mit Tageszeitungen, Bauzeichnungen und einem Stück Holz von der Baustelle. Die silberne Kiste, die am Freitagmittag bei der Grundsteinlegung für das Parkhaus am Bahnhof eingemauert werden sollte, ist eine Zeitkapsel. Falls sie in ferner Zukunft ausgegraben wird, soll sie dem Finder Aufschluss über das Leben in Ulm im Jahr 2019 geben. Doch bei diesem symbolischen Akt passierte eine kleine Panne.

So kam es zur Panne bei der Grundsteinlegung am Bahnhof Ulm

Nachdem Oberbürgermeister Gunter Czisch in seine Rede dankende Worte in alle Richtungen gesprochen hatte, sollte die Kiste unter dem Deckel des Grundsteins eingemauert werden. Doch dieser Schritt wurde im Zuge der Feierlichkeiten einfach vergessen. Glücklicherweise entdeckten die Verantwortlichen den Fauxpas. Also alles nochmal auf Anfang – Deckel wieder runter, Kiste rein und erneut feierlich verschließen und klopfen. Freitag, der 13. eben.

Die vergessene Zeitkapsel sorgte bei den Feierlichkeiten für einige Lacher.
© Foto: Stefanie Müller

Parkhaus am Bahnhof: Panne sorgt für Lacher

Diese Aktion sorgte bei allen Teilnehmern für Erheiterung. Und auch sonst war dieser Termin für die Verantwortlichen der Stadt Ulm ein angenehmer. Denn die Zeit Großbaustellen in der Stadt neigt sich dem Ende zu: 2020 eröffnen die Sedelhöfe, 2021 parken die ersten Autos in der Tiefgarage und 2022 geht die Schnellbahnstrecke nach Stuttgart in Betrieb.

Grundstein konnte erst zwei Jahre nach Baubeginn gelegt werden

Im März 2017 wurde mit den Arbeiten fürs Parkhaus am Bahnhof begonnen. Zunächst mussten alle im Baufeld liegenden Leitungen (Strom, Wasser, Fernwärme, ...) verlegt werden. Der Fußgängersteg erhielt einen provisorischen Treppenabgang, damit die Intercity Hotel-Tiefgarage abgebrochen werden konnte. Bahnhof und Innenstadt blieben trotz der immer tiefer werdenden Baugrube mit einer Brücke aus Holz und Stahl verbunden – die Wegeführung änderte sich allerdings ständig. Jetzt, wo die Baugrubensohle durchgängig erreicht worden ist, konnte der Grundstein für das Projekt der vier unterirdischen Parkdecks mit insgesamt 540 Stellplätzen gesetzt werden.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

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