Ulm Frauenunion für mehr Chancengerechtigkeit

Der Vorstand der Frauenunion Alb-Donau/Ulm (von rechts): Vorsitzende Barbara Münch, die Stellvertreterinnen Dr. Christine Wolf und Sophia Blankenhorn sowie die Bezirksvorsitzende Maria Bösch. Foto: Frauenunion
Der Vorstand der Frauenunion Alb-Donau/Ulm (von rechts): Vorsitzende Barbara Münch, die Stellvertreterinnen Dr. Christine Wolf und Sophia Blankenhorn sowie die Bezirksvorsitzende Maria Bösch. Foto: Frauenunion
Ulm / SWP 07.03.2013
Barbara Münch ist als Vorsitzende der Frauenunion Alb-Donau/Ulm bestätigt worden. Sie will sich auch der Mediennutzung von Kindern widmen.

Die Frauenunion Alb-Donau/Ulm will in den nächsten zwei Jahren schwerpunktmäßig zwei Themen bearbeiten: die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern sowie das Medienverhalten von Kindern. Das erläuterte die wiedergewählte Vorsitzende Barbara Münch in der Mitgliederversammlung. Frauen, aber auch Männer bräuchten Unterstützung mit dem Ziel, mehr Chancengerechtigkeit zu erreichen, heißt es in einer Mitteilung. Im Fokus stehen die Anerkennung der Erziehungszeiten für Mütter beziehungsweise Väter, die ihre vor 1992 geborenen Kinder betreut haben, eine Anpassung des Unterhaltsrechts zugunsten der Elternteile, die sich bei einer Trennung um die Kinder kümmern, die Verbesserung der Bezahlung von Frauen und Männern in sozialen Berufen und die Sensibilisierung von Fachkräften in Kindergärten und Pädagogen in Schulen im Hinblick auf unterschiedliche Bedürfnisse von Mädchen und Jungen.

Münch forderte außerdem die Politik auf, im Hinblick auf die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen Eltern stärker zu unterstützen. "Eltern fühlen sich mit den neuen Entwicklungen allein gelassen, die Schulen müssen vermehrt aktiv werden, wenn es um die Vermittlung von Medienkompetenz geht", sagte Münch. "Und bei der Einstufung der Altersfreigaben von Computerspielen muss das Suchtpotenzial einbezogen werden."

Den sozialen Zusammenhalt sieht Münch als Ansatzpunkt, um den zunehmenden Fällen von psychischen Erkrankungen entgegen zu wirken. "E-Mail und Internet führen zu einer Beschleunigung der Arbeitsprozesse, die Menschen fühlen sich stärker unter Druck." Kommen mangelnde Bewegung und einseitige Ernährung hinzu, könnten das zu körperlichen und seelischen Erkrankungen führen.

Münch, Stadträtin im Ulmer Gemeinderat und stellvertretende Vorsitzende der CDU Ulm, wurde in der Mitgliederversammlung einstimmig im Amt bestätigt. Für den Kreisvorstand wurden außerdem gewählt als stellvertretende Vorsitzende Sophia Blankenhorn aus Ehingen und Dr. Christine Wolf aus Lonsee.