Donauraum Frauen auf Entdeckungsreise

Agnes Schultheiß (1873-1953) war eine der ersten Stadträtinnen in Ulm.  Foto: Privat
Agnes Schultheiß (1873-1953) war eine der ersten Stadträtinnen in Ulm. Foto: Privat © Foto: privat
Ulm / ruk 07.03.2017

Das europäische Donauprojekt „Danube Women City Guide“ startet am Samstag mit dem Ziel, die Bedeutung von Frauen und deren Lebensleistungen entlang der Donau ins Bewusstsein zu rücken. Außerdem soll der länderübergreifende Austausch zu aktuellen und historischen Frauenthemen im Donauraum gestärkt werden. Das Projekt, das federführend vom Zentrum für Allgemeine Wissen­­schaftliche Weiterbildung (Zawiw) der Uni Ulm koordiniert wird, soll insbesondere junge Frauen aus dem Donauraum vernetzen und verbinden, indem Wissen über die historische und gegenwärtige Bedeutung von Frauen in verschiedenen Städten entlang der Donau zusammentragen wird – und das generationenübergreifend, um so ein Bewusstsein für deren Leistung zu schaffen.

Im Zuge dieses Projekts sollen alternative Frauenstadtführungen in verschiedenen Städten entlang der Donau entwickelt werden. Gemeinsam gehen Frauen auf eine Entdeckungsreise: Sie würdigen die Beiträge von Frauen, diskutieren die Geschlechtergeschichte und geben damit die Möglichkeit, das eigene Rollenverständnis zu reflektieren. Anlässlich des Weltfrauentags findet am Samstag, 11. März, eine erste Frauenstadtführung in Ulm statt. Dabei geht es unter anderem um Agnes Schultheiß, eine der ersten Ulmer Stadträtinnen und langjährige Vorsitzende des „Guten Hirten“. Beginn der kostenlosen Führung ist um 10 Uhr am Stadthaus Ulm.

Die in diesem Zusammenhang erarbeiteten Beiträge über die Bedeutung von Frauen in kleineren und größeren Donaustädten in Deutschland, Österreich, Ungarn, Serbien und Rumänien sollen in die Erstellung eines alternativen Frauenstadtführers im Taschenbuchformat einfließen.

Weitere internationale Projektpartner sind danube connects (Ulm), The World of NGOs (Wien), Bupap (Budapest) und die Novi Sad School of Journalism sowie die Asociatia Pro Democratia (Bukarest). Gefördert wird das Projekt von der Baden-Württemberg-Stiftung.