Ernährung Bärlauch: Die Gefahr lauert beim Sammeln

Frischer Bärlauch.
Frischer Bärlauch. © Foto: dpa
Stuttgart / lsw, stw 10.04.2018
Bärlauch hat gerade Hochsaison: Die nach Knoblauch riechenden Blätter wachsen an vielen Stellen im Wald. Beim Sammeln ist aber Vorsicht geboten.

Jetzt sprießt Bärlauch in vielen Wäldern im Südwesten Bärlauch wieder aus dem Boden. Je nach Witterung dauert die Saison bis April oder Mai. Die Pflanze besitzt längliche Blätter, die beim Zerreiben nach Knoblauch riechen. Bärlauchblätter können zum Würzen oder als Grundlage von Suppen, Soßen und Salaten verwendet werden. Außerdem sind sie ideal für herzhafte Quark- und Eierspeisen, Brotaufstriche, Kräuterbutter oder Pesto.

Hohe Verwechslungsgefahr

Wer Bärlauch selbst im Wald sammeln möchte, muss jedoch aufpassen: Denn gleichzeitig haben auch die ähnlich aussehenden, giftigen Herbstzeitlosen und Maiglöckchen Saison, warnte Forstminister Peter Hauk. Herbstzeitlose und Maiglöckchen enthalten Stoffe, die beim Verzehr lebensgefährliche Vergiftungen verursachen könnten.

Unterscheiden könne man die Pflanzen am Stängel: „Jedes Bärlauchblatt sprießt an einem einzelnen Stängel aus dem Boden, meist in Gruppen dicht beieinander“, erklärte der Minister. „Bei Maiglöckchen wachsen hingegen immer zwei Blätter an einem Stängel. Bei Herbstzeitlosen wiederum entwickeln sich den Stängel umfassende Blätter, das heißt, die Blätter liegen zunächst eng am Stängel an und öffnen sich dann.“ Der Naturschutzbund Nabu empfiehlt außerdem, beim Pflücken auf den starken Knoblauchgeruch zu achten - den setzt nur der Bärlauch frei.