Das Institut für Molekulare Virologie der Ulmer Universitätsmedizin startet zwei neue Projekte zur Erforschung des Coronavirus. Unter anderem soll das Zusammenspiel verschiedener Coronaviren mit dem Immunsystem untersucht werden, wie die Universität Ulm am Montag mitteilte. Dadurch erhoffen sich die Forscher Ansatzpunkte für eine Immuntherapie zur Bekämpfung der Lungenkrankheit Covid-19. Das Projekt leitet Institutsdirektor Frank Kirchhoff, der zu den führenden Aids-Forschern zählt.

Einblicke und Ansatzpunkte für Therapien

Außerdem beschäftigt sich ein weiteres Forscherteam mit der Übertragung des Virus. Im Mittelpunkt stehen dabei der Mitteilung zufolge sogenannte Spike-Proteine, die aus der Oberfläche des Coronavirus herausragen und bei dessen Verbreitung eine Schlüsselrolle spielen. Die Forscher erhoffen sich bessere Einblicke und Ansatzpunkte für Therapien.
Beide Forschungsprojekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt 367 000 Euro gefördert. Am Ulmer Institut ist bereits ein EU-Projekt angesiedelt, in dem antivirale Wirkstoffe gegen das neue Coronavirus erprobt werden.