Auch wenn es der Grünen-Landtagsabgeordnete Jürgen Filius vor Weihnachten noch anders kolportiert hatte: Das sanierungsbedürftige Ulmer Donaustadion bekommt keine Landesmittel aus dem so genannten Sport-Solidarpakt. Das hat Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) dem Ulmer SPD-Abgeordneten Martin Rivoir mitgeteilt. Dieser hatte noch im Dezember eine entsprechende Anfrage gestellt, nachdem bereits im Doppelhaushalt des Landes kein Geld für die Sanierung des Stadions bereit gestellt worden war.

Auf Eisenmann berufen

Der Sport-Solidarpakt dient der Förderung von Sportstätten, die nationale und internationale Wettkämpfe der Leichtathletik austragen können, darunter würde Ulm fallen. Acht Millionen Euro aus diesem Topf wären möglich, hatte Filius damals gesagt und sich auf ein Gespräch mit Eisenmann berufen: „Das wird so laufen.“

Im Gegensatz dazu lässt die Ministerin jetzt verlautbaren, dass man frühestens bei Gesprächen über den Solidarpakt Sport IV für den Doppelhaushalt 2022 darüber reden könne. „Im Doppelhaushalt 2020/21 sind keine Mittel für die Förderung überregional bedeutsamer Sportstätten veranlagt.“ Und – so heißt es ergänzend in dem Schreiben – Zusagen über die  Bereitstellung von Fördermitteln „wurden nicht gemacht“.