Wohnungsnot Flüchtlingsrat für Nutzung des Speichers im Starkfeld

Neu-Ulm / Edwin Ruschitzka 30.11.2017
Resolution an verschiedene Politiker zur Nutzung des Gebäudes im Neu-Ulmer Starkfeld verfasst.

Das zur Flüchtlingsunterkunft umgebaute Speichergebäude im Starkfeld steht immer noch leer. Die Regierung von Schwaben überweist dem privaten Investor für die 130 Zimmer jährlich gut eine Million Euro an Miete – und das mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Jetzt hat sich der Flüchtlingsrat im Landkreis Neu-Ulm mit einer Resolution an den Regierungspräsidenten Karl Michael Scheufele, an den Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger, an den Neu-Ulmer OB Gerold Norenberg und an die Politiker im Landtag, Kreistag und Stadtrat gewandt. Angesichts der Wohnungsnot gerade auch für anerkannte Flüchtlinge fordern sie, dass dort der Bezug genehmigt wird: „In unseren Augen ist es daher äußerst ärgerlich, dass dieses Speichergebäude  nicht endlich seiner Bestimmung zugeführt wird und bitten Sie daher dringend, es als zumindest vorübergehenden Wohnraum den Verzweifelten  zur Verfügung zu stellen. Bei gutem Willen muss doch eine Lösung möglich sein, beispielsweise durch Umwidmung oder Sondergenehmigung.“

Die Stadt Neu-Ulm hatte das in der Vergangenheit stets mit der Begründung abgelehnt, dass dauerhaftes Wohnen in einem Gewerbegebiet wie dem Starkfeld nicht erlaubt sei. Nicht anerkannte Flüchtlinge können dagegen untergebracht werden. Doch diese werden Neu-Ulm derzeit nicht zugewiesen.

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